Abzocke durch die eigenen Landsleute

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Auf diesen Seiten soll nicht alles nur positiv dargestellt werden, sondern sie soll möglichst die Realität in Thailand widerspiegeln. Dazu gehört leider auch das Kapitel Abzocke durch die eigenen Landsleute, das kommt häufiger vor als viele denken. Die alten „Hasen,“ die sich schon lange im Land aufhalten, fallen schwerlich auf sie herein. Der neu angekommene Auswanderer, voller Illusionen und Tatendrang ist für sie ein willkommenes Opfer. Die harmloseren unter den Abzockern, sind diejenigen, die versuchen einige Biere und ein gutes Essen zu schnorren. Als Gegenleistung geben sie dem Auswanderer vermeintlich „gute Tipps“ wie er sich verhalten sollte und was er auf gar keinen Fall machen sollte. So gut können ihre Ratschläge nicht sein, sonst würden sie sich nicht selber in einer solch prekären Situation befinden.

Jüngere Leute wirken dabei überzeugend

Andere sind den Tränen nahe, erzählen die rührselige Geschichte, dass sie ausgeraubt wurden. Natürlich wurden Reisepass, Ticket und die gesamte Barschaft gestohlen. Um sich einen neuen Reisepass auf der Botschaft zu besorgen und ein neues Ticket zu kaufen, benötigten sie Geld. Die in „Not“ geratenen können sehr überzeugend wirken, viele geben ihnen das Geld aus Mitleid. Die Abzocke durch die eigenen Landsleute nahm in den letzten Jahren rapide zu, da viele jüngere Leute versuchen in Thailand Fuß zu fassen. Dabei scheitern die meisten, da das mitgebrachte Kapital unzureichend ist.

Der Profi bietet Partnerschaften an

Profi Abzocker sind einige nach außen hin erfolgreiche Barbesitzer in Pattaya. Ihr Alkoholspiegel ist zu allen Tageszeiten gleich hoch und sie schwingen große Reden, wie gut ihre Geschäfte gehen. Alles heiße Luft. Sie bieten den Neuankömmlingen eine Partnerschaft an der Bar an. Schnell stellt der neue „Teilhaber“ fest, dass damit kein Geld zu verdienen ist. Der Barbesitzer wiederum bietet ihm an, seinen Anteil an dem Geschäft für einen Bruchteil dessen was er zahlte zurück zu kaufen. Einige Ausländer finanzieren mit dieser Masche seit Jahren ihren Aufenthalt in Thailand. Es sei nochmals darauf hingewiesen, wer keine Rente oder ausreichend Kapital hat, wird in Thailand meistens scheitern. Eine seriöse Arbeit zu finden ist äußerst schwer. Die Abzocke durch die eigenen Landsleute wird zunehmen, da immer mehr Menschen die Heimat verlassen, sie dort auch nicht zurecht kamen.

4 Kommentare

  1. Schon traurig, womit man rechnen muss. Zwar gibt es durchaus Jobs für Ausländer in Thailand, jedoch ist dann ja wieder fraglich, inwieweit man bei den Arbeitsbedingungen und der Bezahlung dann noch so glücklich hier ist…

  2. HERBERT HAGER on

    kam vor 7 Jahren nach Thailand ,, Schmetterlinge im Bauch ,, was das für ein tolles Land ist , die Leute , das lächeln der Leute usw …… Und dann die Farangs , jeder wusste noch mehr und jeder wollte Dir helfen , ganz besonders die Schweizer wo schon lange in Thailand lebten. Da ich ein Haus kaufen wollte waren Sie ganz groß daran interessiert mir zu helfen , ich fand dann eine Insel ,,Ko Mahprao,, nicht weit weg von Phuket-City wo mir dann ein Haus angeboten wurde natürlich mit Channot , da ich mich dazumal überhaupt nicht aus kannte , hatte er mit mir dazumal leichtes Spiel , man sagte mir , natürlich kommen die Dokumente für,s Channot aber die Mühlen drehen sich hier in Thailand langsam und ich müsste mich halt gedulden !! Inzwischen gedulde ich mich schon 7 Jahre , und nichts ist passiert außer mein Geld weg !!

  3. Ja, mir ist leider auch Ähnliches passiert. Ein verhältnismässig gut laufendes touristisches Unternehmen in Nordthailand. Der (Farang)-„Besitzer“ ein „Freund“ von mir, alle Absprachen über Teilhaberschaft und Finanzen nur mündlich- man ist ja naiv… Nach meiner Ankunft hier das böse Erwachen- keine der Absprachen wurde eingehalten. Lernen für’s Leben… Lehrgeld: ein Jahr gratis gearbeitet…

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