Alternative Energien setzen sich durch

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In Thailand ticken die Uhren bekanntlich anders. Langsamer! Jahrelang standen die Thais alternativen Energien skeptisch gegenüber, sie scheuten die hohen Investitionskosten. Hotels und andere gewerbliche Betriebe mit hohem Energieverbrauch zahlten lieber die ständig steigenden Strompreise.

Nun will die Regierung verstärkt die Solartechnik und Windkraft nutzen. 25 Prozent des Energiebedarfs sollen durch erneuerbare Energien erzeugt werden. Thailand musste umdenken, da die Preise für Gas und Öl erheblich stiegen. Bei den fossilen Brennstoffen ist Thailand zudem auf Lieferungen aus dem benachbarten Ausland angewiesen, die eigenen Ressourcen sind knapp.

Die Investitionskosten sind enorm

In- und ausländische Firmen investieren hohe Beträge in den innovativen Markt. Alternative Energien machen Thailand unabhängig von den Nachbarn, leisten einen Beitrag zum Umweltschutz und sorgen für neue Arbeitsplätze. Die Zahl der Beschäftigten verdoppelte sich in den letzten Jahren.

In Buriram etablierte sich mit großem Erfolg ein Solaranlagenbetreiber. In Nakhon Ratchasima entstanden zwei Windparks, die Ihre gewonnene Energie in das Netz einspeisen.

Thailand fördert den Bau von Anlagen, die alternative Energien produzieren. Der Staat garantiert den Stromerzeugern die Abnahme zu einem fixen Preis über einen längeren Zeitraum. Der erste Windpark in Thailand wurde auf Koh Larn in Betrieb genommen. Öffentliche Gebäude und die Straßenbeleuchtung werden mit dieser Energie betrieben. Das wirkte sich positiv auf das Haushaltsbudget der Insel aus. Die Rechnungen der Stromerzeuger fielen niedriger aus.

Know How aus Deutschland in Thailand

Thailand betreibt den Ausbau der Wind- und Solartechnik in einem rasanten Tempo. Bei der Erzeugung alternativer Energien wird das Land mit Sicherheit bald an der Spitze mitmischen können.

Auch eine deutsche Firma konnte mit ihrem „Know How“ in der Nähe von Bangkok eine Solaranlage errichten. Es ist das erste Parabolrinnenkraftwerk in Thailand.

Die Sonnenenergie wird bei dieser Technik nicht unmittelbar in Strom sondern in Wärme umgewandelt. Mit dem erzeugten Dampf werden dann Turbinen betrieben. In den nächsten Jahren sollen weitere umweltfreundliche Kraftwerke entstehen.

Die thailändische Regierung möchte, dass auch mehr Privatleute alternative Energien nutzen. Sie unterstützt den Bau solcher Anlagen und Privathaushalte können ihre überschüssige Energie in das Netz einspeisen. Die Vergütung für die Energie deckt einen Teil der Kosten ab.

Stromadapter-Stecker und Steckdosen in Thailand

In letzter Zeit bekomme ich häufiger Anfragen von euch, ob in Thailand Stromadapter benötigt werden oder die europäischen Netzsteckertypen in die Steckdosen passen. Hier gebe ich euch einige Informationen zum Stromssystem im Land.

    • Die Netzspannung beträgt: 220 Volt
    • Die Frequenz: 50 Hertz
    • Folgende Steckertypen können verwendet werden: A – B – und C

In Thailand gekaufter Stromadapter, auch für dreipolige Stecker geeignet. Preis: 60 Baht.

In Thailand werden meist noch zweipolige Flachstecker verwendet, langsam setzen sich die auch bei uns verwendeten Stecker mit den runden Polen durch. Nur in sehr seltenen Fällen ist ein Stromadapter notwendig. Ich brauchte bisher nie einen. Adapter gibt es, sollte wider Erwarten einer erforderlich sein, in fast jedem Supermarkt oder auf den preiswerten Märkten für etwa 60 Baht. Sollte sich  allerdings ein dreipoliger Stecker (mit Erdungspol) an einem eurer Geräte befinden muss ein Stromadapter benutzt werden. Vielfach werden diese bei Ladegeräten an  Laptops angebracht.

Weitere Probleme mit dem Strom in Thailand

Verlasst euch nicht darauf, dass die Leitungen in eurer Unterkunft geerdet sind, nach wie vor sind die meisten es nicht. Bei einem Gewitter kann es euch daher passieren, dass beispielsweise die Festplatte am Laptop zerstört wird.

Ein weiteres Problem sind die häufig vorkommenden Stromschwankungen, oder gar Totalausfälle besonders während der Regenzeit. Empfindiche Elektrogeräte können dadurch beschädigt werden.

Modernere Geräte stellen sich oft schon automatisch auf die unterschiedlichen Spannungen ein. Wem es nicht zu aufwendig ist, kann bei älteren Elektrogeräten einen Spannungskonverter benutzen, der aber nur die Spannung nicht die Frequenz anpasst.

Mein Fazit:

Ein Stromadapter kann wenn nötig vor Ort gekauft werden, auch die für die dreipoligen Steckertypen.  Die meisten Steckdosen sind mit unseren Steckern kompatibel. Ansonsten lasst bei der Nutzng von Elektrogeräten auch in Thailand die übliche Vorssicht walten. Benutzt keine Geräte, die für eine niedrigere Spannung als 220 Volt konstruiert wurden.

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