Angeln in Seen und Flüssen

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Das Angeln hat für die Thais wenig mit Sport zu tun. Für sie ist es eine Möglichkeit ihren Speiseplan kostenlos zu erweitern. Während der Regenzeit treten Flüsse und Seen in ländlichen Regionen über die Ufer, überfluten die Reisfelder. Dadurch werden reichlich Fische auf die Felder und in die Wassergräben gespült. Wenig sportlich fischen die Thailänder sie mit Netzen heraus. Von Europäern wird diese Methode belächelt, sie ziehen die sportliche Variante vor.

Unter Sportanglern hat sich herumgesprochen, dass Thailand weltweit zu den besten Plätzen für den Angelsport zählt. Längst bieten Reiseveranstalter von A-Z organisierte Angelreisen an. Sie beinhalten den Flug, die Unterbringung sowie den Transfer zu diversen Fischgründen. Individuelle Wünsche werden berücksichtigt, die Reisen ebenfalls in verschiedenen Preiskategorien angeboten. Manche in Thailand lebende Expats fassten erst durch ihr Hobby den Entschluss auszuwandern. Andere wurden erst hier zu enthusiastischen „Fischern.“

Die Popularität bei den Anglern stieg

Thailand verfügt über eine große Anzahl natürlicher Seen. Durch die gestiegene Popularität bei den Anglern wurden zusätzlich künstliche Seen angelegt und die beliebtesten Fischarten in ihnen ausgesetzt. In den Flüssen im Land gibt es nach wie vor eine große, natürliche Artenvielfalt. Dort kann jeder nach Lust und Laune angeln ohne irgendwelche Gebühren dafür entrichten zu müssen. Ein Angelschein ist ebenfalls nicht nötig. Bei öffentlich zugänglichen Seen empfehle ich etwas vorsichtiger zu sein. Erkundigt euch lieber vorher ob es erlaubt ist oder nicht. So vermeidet ihr Ärger und eventuell die Zahlung eines saftigen Bußgelds. Seit geraumer Zeit ist an vielen Seen das Angeln verboten. Einmal im Jahr dürfen die Thais mit Netzen dort gegen Zahlung einer geringen Summe fischen, um den Bestand zu reduzieren.

Verboten ist das Angeln in unmittelbarer Nähe von Staudämmen und Tempelanlagen. Angeln in natürlichen Gewässern ist eine preiswerte Möglichkeit sich zu beschäftigen. Die Grundausstattung wie Angel, Köcher, Blinker und diverse Kleinmaterialien bieten spezialisierte Geschäfte oder die kleinen, lokalen Märkte an. Bei den Preisen gibt es nach oben fast keine Grenzen.

Nicht jedermanns Sache: Angelparks

Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich bei den Angelparks um kommerzielle Unternehmen, die teilweise hohe Preise verlangen. Je nach vorhandener Fischart variieren die Preise sehr stark. Preiswerte Parks bieten Tageskarten bereits ab 1000,- Baht an. Wer nicht über eine Angelrute und sonstiges Gerät verfügt, kann sich dies vor Ort ausleihen. Für die Rute können mal schnell bis zu 500.- Baht und für Köder 250,- Baht fällig werden. Wer möchte kann, falls im Angebot enthalten, in einem Bungalow der Anlage übernachten. Beispielsweise bietet das Dreamlake Fishing Resort einen solchen Service an. Der hat dann allerdings auch seinen Preis, nichts für Rentner mit kleinem Budget. Auch für mich unerschwinglich. Wie oben beschrieben geht es auch anders.

Ein Manko sind auch häufig die Regeln und Bestimmungen in einigen Angelparks. In einigen darf der Fang nicht mitgenommen werden, oder er wird abgewogen und muss zusätzlich per Kilogramm gezahlt werden. Auch das schlägt ins Geld. Ferner beanstanden erfahrene Angler die Qualität der Fische. Die Parks seien die reinsten Zuchtfabriken, die Fische degeneriert und auf Grund dessen qualitativ minderwertig.

Welche Fischarten können geangelt werden?

Neben den in Thailand beheimateten Arten wurden in den Parks ebenfalls eingeführte Arten ausgesetzt.

Einige thailändische Fischarten

Wanderwels, Große Flussbarbe, Buntbarsch, Saugweis, Gestreifter Schlangenkopf, Roter Wels, Siamesischer Riesenkarpfen, Tausenddollarfisch, Silberbarbe und nicht zu vergessen den Mekong Riesenwels. Dies ist nur eine kleine Auswahl des tatsächlichen Bestands.

Einige importierte Fischarten

Alligatorhecht, Rotflossen Antennenwels, Barramundi, und den Arapaima.

Ambitionierte Angler wissen, dass in Thailand die größten Fische der Welt beheimatet sind. Sie sehen es als Herausforderung an, einmal im Leben einen Mekong Riesenwels zu fangen. Für den Hobbyangler reichen die Flüsse und Seen vollkommen aus, es kostet nichts und soll Spaß machen. Wer Dschungel-Trekking betreibt, kann es einmal in einem der vielen Seen des Urwalds probieren. Er wird erstaunt über seinen Fang sein. Ich wünsche euch allen weiterhin Petri Heil.

 

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