Auswandern ohne Geld

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Derjenige der auswandern möchte und dies ohne Geld, hat sich mit Thailand das denkbar schlechteste Land ausgesucht. Für Auswanderer ist es in Thailand äußerst schwer eine Anstellung zu finden. Arbeit ist von der thailändischen Gesetzgebung für Ausländer verboten. Arbeitsstellen werden nur mit Ausländern besetzt, wenn Thais nicht in der Lage sind diese Arbeiten zu verrichten. Also gehobene Positionen. Ohne Geld kommt heutzutage keiner weit. Auswandern bedeutet einen gravierenden Einschnitt in das bisherige Leben. Träumer haben da keine Chance.

Mit Hartz 4 geht es nicht

Thailand ist preiswert und wer keine großen Ansprüche stellt, kann mit wenig Geld gut, wenn auch bescheiden leben. Ohne Rücklagen oder andere Bezüge aus Deutschland dürfte es allerdings schwierig werden, im Land zu leben. Auswandern nach Thailand, Hartz 4 beziehen und davon ein gutes Leben führen, denken einige. Da kann nur gesagt werden: Das wird ein Traum bleiben und funktioniert nicht. Die Behörden in Deutschland werden schnell dahinter kommen, dass der Hartz 4 Empfänger sich im Ausland aufhält. Das gleiche gilt für die Arbeitslosen. Es dürfte leichter sein, in ein europäisches Land auszuwandern. Auf dem Arbeitsmarkt sieht es da auch nicht rosig aus, aber die Gesetze erlauben es, Arbeit anzunehmen.

 Abstriche in Kauf nehmen

Sollten sie über entsprechende Qualifikationen in der Gastronomie oder im Tourismus-Bereich verfügen, könnten sie sich bei einem Unternehmen dieser Branchen bewerben. Damit könnte der Traum vom Auswandern doch noch in greifbare Nähe rücken. Hotels suchen Manager und die Tourismus-Branche des öfteren mehrsprachige Tour-Guides. Die Bezahlung ist meist nicht allzu gut, aber wer ohne viel Geld leben möchte, muss Abstriche in Kauf nehmen.

Thailand ist kein klassisches Auswanderungsland. Eine Daueraufenthaltsgenehmigung ist schwer zu erlangen, kostet wieder Geld. So bleibt nur der Weg alle drei Monate ein neues Visum in einem Nachbarland ausstellen zu lassen. Auch das kostet wieder. Auswandern ohne Geld, nur um sich einen Kindheitstraum zu erfüllen, ist von vornherein zum scheitern verurteilt. Das sollte sich jeder vor Augen halten, lieber weiter vom Auswandern träumen. Realistisch sein, ohne Geld geht es in keinem Land der Welt.

5 Kommentare

  1. Ich kann dem nur Zustimmen. Der komplette Umzug nach Übersee (Verschiffung, Flug, Auto, Versicherung, Kaution, Telefon, Strom anmelden, erste Wochen/Monate ohne Einkommen) kostet mindestens €10.000. Mit Familie und wenn es mit der Stellensuche nicht gleich klappt sind ganz, ganz schnell 25 Tausend und mehr weg.

  2. …trotzdem kann man sehr wohl Jobs in Thailand finden gerade im Hotel Bereich auch weiterhin ohne viel Vorerfahrung. Ob man dann allerdings mit dem Gehalt und den Arbeitsbedingungen zufrieden ist, sei mal dahingestellt…

  3. Also ich hatte seinerzeit nen ganz guten Job in TH. Wir haben Sat-Kopfstationen und Kanalaufbereitungen für Hotels geplant und installiert. Muss ehrlichkeitshalber sagen, das dies in D eher noch als Anlerntätigkeit durchgeht, man muss natürlich schon wissen, wie mans macht..:-)
    Aber ne Thailändische Firma war damals sofort bereit mich zum Kappo zu machen, und hat mir, problemlos knapp 70.000 THB montl. angeboten. Da war Immigration und der ganze Mist kein wirkliches Problem. Musste mich auch selbst fast nicht um die Papierchen kümmern, haben alles meine Jungs von der Firma erledigt. Konnte mich da echt aufs „Geschäft“ konzentrieren. Trotzdem, sei jeder Neuling gewarnt, dass es ausser vielleicht in Südamerika, kaum ein Land mit auch nur annähernd gleich BESCHEUERTER Bürokratie gibt wie TH! Und im Weiteren, ist für mich als „Aussenstehender“ ein staatlicher Rassismus unverkennbar! Ich glaube wirklich, (Ihr könnt mich dafür jetzt steinigen ..:-)) dass, wenn es in TH keine so begehrten Damen gäbe, dieses Land nur für sehr, sehr, sehr wenige Ausländer überhaupt nur ein klitzekleiner Auswanderungsgedanke wert wäre…aber seis drum..jeder wie er will, bezw. wie ers verdient…!

  4. Ohne Moos nix los…..hört sich bescheuert an…ist aber so…….
    Ich verstehe sehr viele Anfragen…….und kann tatsächlich eine little bit of Hoffnung geben.
    Besorge dir einen guten Freund, der dir als Postadresse dient. Dann lässt du dir den kümmerlichen Satz überweisen und musst versuchen damit klar zu kommen…..

  5. Meine 2 Cent dazu (hört sich besser an als „Senf“, haha):

    Zu „Arbeit ist von der thailändischen Gesetzgebung für Ausländer verboten.“: Es gibt in der Tat eine Liste von Tätigkeiten, die Thais vorhehalten sind (u. a. Handwerk, Arbeiten mit Holz etc.). Aber es ist für uns „Falangs“ nicht grundsätzlich verboten! Z. B. IT-Posten und dergl. dürfen von allen ausgeführt werden. Aber nur mit Work-Permit!!!

    Zu Hartz4: Das geht natürlich nicht. Aber Sozialhilfe im Ausland, das ginge (und nein, es ist nicht dasselbe).
    Man muss der Vollständigkeit halber jedoch sagen, dass Sozialhilfe im Ausland für Deutsche nur in drei eng gesteckten Ausnahmefällen gewährt wird (nach der „Florida-Rolf“-Kampagne der BLÖD-Zeitung wurde das Gesetz auf die heutige Form geändert (und wird es mangels Lobby wohl auch so bleiben) ).

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