Bangkok und seine Geschichte

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Die Hauptstadt von Thailand, Bangkok, wird von der Thai-Bevölkerung Krung Thep genannt, was soviel heißt wie Stadt der Engel. Das hektische Bangkok ist zumeist erste Station des Urlaubs. Nicht nur weil sich dort der Internationale Flughafen befindet, sondern weil die meisten Urlauber die zum ersten Mal in Thailand sind einige Tage in der quirligen Stadt bleiben. Auf dem Programm stehen die zahlreichen Sehenswürdigkeiten.

Die ehemalige Hauptstadt Ayutthaya

400 Jahre lang war Ayutthaya die Hauptstadt Thailands. Im Jahre 1767 wurde Ayutthaya von den Burmesen eingenommen. Diese setzten die Thais unter Druck die damalige Hauptstadt nach Thonburi zu verlegen.

Ayutthaya wurde von den Burmesen dem Erdboden gleichgemacht, vollständig zerstört. Es wurden alte Tempel-Anlagen und Kunstschätze, von unschätzbarem Wert ohne jeglichen Sinn vernichtet und ein Teil der Geschichte Thailands ging auf ewig verloren.

Bangkok war ein Fischerdorf

Zu jener Zeit war die zukünftige Hauptstadt Bangkok nur ein kleines, unbedeutendes Fischerdorf. 1772 wurde Bangkok von dem damals amtierenden König Taksin zur Hauptstadt ausgerufen. Von dort baute er seine Herrschaft über das Königreich Siam mit großem Erfolg aus. Es gelang ihm die Burmesen zu vertreiben, er eroberte sogar Ayutthaya zurück, es wurde allerdings nie mehr zur Hauptstadt.

1776 eroberte er Lan Na damit geriet Kambodscha unter den Einfluss Siams. 1778 machte er sich Laos untertan und brachte den Smaragd-Buddha als Beute mit. Dieser Buddha ist eines der wichtigsten Heiligtümer des Buddhismus.

König Taksin verfiel in eine geistige Umnachtung, verhängte einige nicht gerechtfertigte Todesurteile und wurde Schlussendlich verhaftet und 1782 hingerichtet.

Der Chao Phraya Fluss machte Bangkok wohlhabend

Bangkok liegt an den Ufern des Chao Phraya Flusses. 1782 verlegte der König Rama I Bangkok auf die linke Seite des Flusses wo die Stadt von Jahr zu Jahr grösser wurde und an Bedeutung gewann. Die Geschichte der Stadt wurde praktisch neu geschrieben.

Der Chao Phraya Fluss war wichtig für den Transport von Waren aller Art. Auch eine Anzahl von dubiosen Abenteurern tummelte sich auf dem Königsfluss. Er entspringt in Nakhon Sawan aus dem Zusammenfluss von Yom, Nan, Ping und Wang und endet im Golf von Siam.

Zur Entwässerung dienten und dienen in Bangkok die Klongs. Da sie Kanälen sehr ähnlich, sind erhielt die Hauptstadt den Beinamen „Venedig des Ostens.“ Bis ins Jahr 1932 hinein konnten die meisten Häuser und Geschäfte nur über eben diese Klongs erreicht werden. Im selben Jahr wurde die erste Brücke in Bangkok gebaut.

Kein Platz für Romantik im heutigen Bangkok

Im heutigen Bangkok ist kein Platz mehr für Romantik. Es herrscht ein heilloses Verkehrschaos, die Luftverschmutzung hat seit Jahren die Grenzwerte überschritten und die Hitze ist schier unerträglich.

Es ist verwunderlich, dass in der Hauptstadt trotz allem alles zu funktionieren scheint. Auf Touristen übt sie nach wie vor eine unvorstellbare Faszination aus. Die Gegensätze zwischen Armut und Reichtum sind krass.

Es gibt Slums in denen die Ärmsten der Armen „hausen“ und keine 100 Meter entfernt befinden sich Hochhäuser der Luxusklasse mit den nobelsten Einkaufszentren. Bangkok muss man selber erlebt haben, um sich auch nur ansatzweise ein Bild der Stadt machen zu können.

Bis demnächst euer

Herby

2 Kommentare

  1. Wolfgang Hieronimi on

    Hallo Herby
    die Geschichte von der geistigen Umnachtung Koenigs Taksinist sehr umstritten. Vorausgegangen war 1781 eine Revolution in Autthaya gegen einen koeniglichen Steuerbeamten. Diese Revolution griff auf Thonburi ueber,. wo man den Koenig gefangen nahm. Es ist nicht klar, ob er hingerichtet wurde, enthauptet, wie ein normaler Buerger. Angeblich soll er in einen Sack aus Seide gesteckt worden sein – weil man einen Koenig nicht zum Tode verurteilen konnte. Dann schlug man mit Sandelholz Stoecken auf den Sack ein. So konnte keiner namentlich beschuldigt werden, den Koenig umgebracht zu haben.. Als General Chao Phraya Chakri von der Gefangennahme Koenig Taksins erfuhr, brach er eine Burma Mission ab und kehrte sofort nach Thonburi zurueck, wo er im April 1782 zum Koenig gekroent wurde. Erst posthum erhielt er den Titel Rama I. Als Koenig zu Lebzeiten hiess er Ramathibodi.

    Gruesse aus Chiangmai
    Wolfgang

    • Hallo Wolfgang,

      diese Version seines Todes war mir nicht bekannt, könnte natürlich so gewesen sein. Dramatischer ist diese Darstellung der Geschichte auf jeden Fall.

      Lieben Gruß
      Herby

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