Bars werden strenger kontrolliert

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In Bangkok kümmern sich die Betreiber von Bars wenig um die bestehende Gesetzgebung. Die Sperrstunde wird nicht eingehalten, Lizenzen für die Betriebe werden erst gar nicht beantragt oder sind bereits abgelaufen.

Anwohner und Touristen beschweren sich über den Lärm, den Gäste und Barmädchen verursachen. Wie in Pattaya schon seit längerer Zeit praktiziert, werden in Bangkok die Bars und Unterhaltungsbetriebe nun durch die Ordnungskräfte strenger kontrolliert werden.

Steigender Drogenkonsum ist beunruhigend

Viele Bars verfügen nicht einmal über eine gültige Lizenz. Auch Discotheken und Restaurants nehmen es damit nicht so genau. Bei einigen ist die Lizenz bereits seit Jahren abgelaufen, wurde nicht verlängert.

Ordnungskräfte kontrollieren diese Betriebe in den Vergnügungsvierteln nun verstärkt. Überprüft werden die Ausweise von Angestellten und Gästen, sowie die Lizenz der Betreiber. Aufregung entsteht in den Bars, wenn die Anwesenden zu einer Urinprobe gebeten werden.

Der steigende Drogenkonsum in der Hauptstadt beunruhigt die Behörden. Wird bei der Probe ein Drogenkonsum nachgewiesen, nimmt die Polizei den „Sünder“ vorübergehend fest. Meist kommt er allerdings gegen die Zahlung eines geringen Betrags in die „Kaffeekasse“ der redlichen Ordnungshüter wieder frei.

Schon seit Jahren fordert die Polizei eine strengere Bestrafung in Form von Haft oder einer hohen Geldstrafe zur Abschreckung. Ihrer Meinung nach sind die Richter mit ihren Urteilen zu gnädig. Es werden Bewährungsstrafen und geringe Bußgelder verhängt.

Korruption ist an der Tagesordnung

Die Besitzer der Bars und anderer Unterhaltungsbetriebe in Bangkok scheinen über gute Kontakte zu verfügen. Will sagen: Sie verfügen über die Mittel an den richtigen Stellen zu schmieren. So können strengere Kontrollen und härtere Strafen immer wieder verhindert werden.

Die Entertainment-Betriebe machen mehrere Milliarden Umsatz im Jahr, da verdient so mancher Staatsbediensteter mit. Allerdings wird der Druck von Anwohnern und Touristen stärker, sie fühlen sich in ihrer Nachtruhe gestört.

Pattaya als Vorbild?

Nicht immer verhalten die Barmädchen sich so ruhig, wie es hier den Anschein hat. Sie befürchten finanzielle Einbußen.

Nicht immer verhalten die Barmädchen sich so ruhig, wie es hier den Anschein hat. Sie befürchten finanzielle Einbußen.

Selbst das oft gescholtene Pattaya ist da schon einen Schritt weiter. Vergehen gegen die Sperrstunde und Lärmbelästigung durch die Bars werden streng bestraft. Ist die Lizenz eines Betriebs abgelaufen, muss der Geschäftsführer mit einer hohen Geldstrafe rechnen. Im Wiederholungsfall mit Haft.

Karaoke- oder offene Bier-Bars sollen aus Wohngebieten verbannt werden. Der Lärm den sie verursachen ist eine Zumutung. In Pattaya und am Jomtien wird langsam dazu übergegangen die Barbetriebe etwas außerhalb anzusiedeln. Offiziell wird dort inzwischen strenger kontrolliert. Ob diese Maßnahmen etwas bringen, darf bezweifelt werden. Es macht schon nachdenklich, dass einige Bars auch nach der Sperrstunde leise Musik abspielen und klammheimlich Alkohol ausschenken. Ihr werdet doch nicht das gleiche denken wie ich, oder doch?

Die Betreiber lärmentieren lautstark, fühlen sie sich doch Im Recht. Die Geschäfte gehen schlechter, Laufkundschaft bleibt aus.

Generell sind strengere Kontrollen jedenfalls der richtige Weg. Die Sperrstunde gilt auch für die Bars, sie beginnt um 24.00 Uhr und sollte eingehalten werden, damit die Menschen ihre wohlverdiente Nachtruhe finden.

Lasst euch durch meinen Artikel nicht abhalten einen Bummel über die Amüsiermeile in Bangkok zu unternehmen.

Bis demnächst euer

Herby

 

1 Kommentar

  1. Roland Schmidt on

    Deutsche Tugenden muessen endlich in Thailand beachtet werden. Immerhin machen wir Deutsche Urlaub in Thailand um endlich 24 Stunden ungestört in unserem Hotel Resort schlafen zu können und es auf gar keinen Fall vorkommen darf, dass diese Ruhe von einem Einheimischen gestört wird.
    Am Besten verbieten wir sämtliche Unterhaltungsindustrie in Thailand – es reicht völlig aus, dass der qualifizierte Tourist, nachdem er gesittet in einer organisierten Gruppe die Schönheit Thailands kontrolliert besichtigt, sich mit einem Schlaftrunk und weicher Klaviermusik in der Hotel Lobby amüsieren darf.
    Derweil können die Gesetze in Thailand noch besser an die deutschen Gesetze angepasst werden. Wir wollen uns ja auch im Ausland zuhause fühlen. Sobald die deutsche Lärmschutzverordnung in Thailand greift, werde ich dort ein Zimmer in unmittelbarer Nähe einer Bar anmieten. Nach ein paar Tagen (es wurde alles genau mit Smartphone festgehalten) werde ich den Betrieb bei den Behörden angezeigen. Grund: Permanent wird mein Wunsch um 22 Uhr keinen Lärm mehr (mehr als 78db) zu hören missachtet. Ich freue mich dann, das der Betrieb seine Lizenz verliert und alle Angestellte arbeitslos werden. Nachdem ich nun meine verdiente Nachtruhe eingeklagt habe, wird mir langweilig. Was für ein öder Ort hier. Ich nehme mir also geschwind ein neues Zimmer in der Nähe einer anderen Bar, die die deutsche Tugenden noch nicht ganz verstanden haben. Ich habe wieder einen Grund mich zu beschweren. Hoffen wir mal, dass es noch viele Bars gibt wo ich ein freies Zimmer bekomme … sonst wäre mein Leben wirklich langweilig.

    Ich habe dieses Posting absichtlich als Satire geschrieben. Ich ärgere mich schon seid langen, dass gerade deutsche Auswanderer (siehe den Artikel von Herbert) das Lebensgefühl der Thais mit ihrer eigen Vorstellung von Sitte und Moral gerne verwechseln.
    Es ist schlimm genug, dass das Militär-Regime in Thailand amerikanische/deutsche Moralvorstellungen mit der Holzhammermethode versuchen durchzusetzen. Wir wissen aus der Geschichte das dies sich in kürzester Zeit rächen wird.
    Das heißt nicht, dass ich gegen Regelungen bin, die ein ausuferndes Treiben einschränken. Nur die Schnelligkeit und Radikalität ist sehr beängstigend.
    Fast noch beängstigender empfinde ich, dass in Thailand lebende Deutsche dies auch noch unterstützen.

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