Das Heirats-Visum

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Bevor sie von der deutschen Botschaft in Bangkok ein Heirats-Visum erhalten, muss die Eheschließung bei ihrem zuständigen Standesamt in Deutschland angemeldet werden. Dazu benötigen sie die Originaldokumente ihrer zukünftigen Frau und die entsprechenden Formulare aus Thailand. Die Dokumente müssen in die deutsche Sprache übersetzt werden und durch eine thailändische Behörde beglaubigt sein.

Von ihrem zuständigen Standesamt in Deutschland bekommen sie eine Bestätigung der Anmeldung, mit dieser Bestätigung können sie das Heirats-Visum bei der Botschaft in Bangkok beantragen. Der zukünftige Ehemann muss eine Kopie des Reisepasses beifügen. Die Beantragung des Heirats-Visum in einem der Honorarkonsulate ist nicht zu empfehlen, die Bearbeitung dauert deutlich länger.

Der Mann muss seine Finanzen offen legen

Seit etwa fünf Jahren verlangt die deutsche Botschaft zudem, dass die zukünftige Ehefrau über die Grundkenntnisse der deutschen Sprache verfügt. Diverse Sprachschulen bieten Deutschkurse an. Nach bestandener Prüfung wird ein Start Deutsch Zertifikat ausgestellt, das von der deutschen Botschaft anerkannt wird. Die endgültige Entscheidung, ob das Heirats-Visum bewilligt wird oder nicht, trifft das zuständige  Ausländeramt in Deutschland.

Die Vorlage einer Verpflichtungserklärung ist im Falle einer Heirat nicht unbedingt erforderlich. Die Erklärung kann aber die Bearbeitungszeit verkürzen helfen. In ihr gibt der Mann Auskunft über seine finanziellen Verhältnisse und erklärt, für den Zeitraum den die Frau in Deutschland verbringt, für ihren Unterhalt aufzukommen. Eine Krankenversicherung muss gleichfalls für sie abgeschlossen werden. Die Einreise mit einem Schengen-Visum um zu heiraten, ist nicht gestattet, würde zu Problemen führen. Es wird ein Heirats-Visum benötigt. Falls die Ehe in Thailand geschlossen wurde, die Ehefrau später in Deutschland leben möchte, muss nach der Heirat ein Familiennachzugs-Visum beantragt werden.

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