Die lustigen Mönchlein

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In Thailand ist nicht nur alles Friede, Freude, Eierkuchen. Es gibt auch oft genug Anlass zur Kritik, meist wird sie nur hinter vorgehaltener Hand geäußert. Einiges wird aber doch von der Presse aufgegriffen. Manche Mönchlein in Thailand sind durch ihr „ausschweifendes“ Leben schon seit geraumer Zeit in die Kritik der Medien geraten.

Auf Grund der zunehmenden Beschwerden auch aus der Bevölkerung, sah sich das Nationale-Buddhismus-Amt gezwungen zu reagieren. Das Amt versprach die Vorwürfe zu überprüfen und das weitere Verhalten der Mönche zu beobachten. Vorgeworfen wird den Glaubensvertretern: Alkoholkonsum, der ihnen strengstens verboten ist, die Anschaffung von weltlichen Gütern und nicht zuletzt wilde Orgien in ihren Tempeln.

Der Buddhismus wird zur Farce

Ein Video, das im vorigen Jahr an die Öffentlichkeit gelangte, beweist zumindest eindeutig, dass die Mönche es sich gut gehen lassen. Der Höhepunkt des Movies zeigt die umtriebigen Mönchlein in einem Privatflugzeug, umgeben von allem erdenklichen Luxus. Wahrscheinlich waren sie auf dem Weg zu einer „religiösen“ Veranstaltung. Sie sollten sich besser weiterbilden, die Regeln ihres Glaubens studieren.

Das Buddhismus-Amt äußerte sich verärgert über das Verhalten der Mönche, merkte allerdings an, dass es allenfalls ein Einzelfall gewesen sei. Nur sehr naive Menschen werden dies wahrscheinlich glauben. Mönchen sind materielle Besitztümer untersagt, durch ihr ungeheuerliches Verhalten geriete der Glauben zur Farce sagte das Amt.

Oft genug konnte ich selber beobachten, dass Mönche mit dem Laptop, einem Handy oder einem Tablet unterwegs sind. Alles Dinge, die sich eigentlich nicht in ihrem Besitz befinden dürften. Ganz „abgeklärte“ rauchen sogar in der Öffentlichkeit, obwohl es ihnen strengstens untersagt ist. Für Aufregung sorgte die Aktion bei den Einheimischen. Gerade die gläubigen, aber armen Menschen auf dem Land bringen ihre Opfergaben regelmäßig in die Tempel. Verständlich, dass sie ihr kärgliches Leben mit dem der in Luxus schwelgenden Mönchlein vergleichen.

Konsum und Erpressung

Mönche in Thailand praktizieren „schwarze Messen“, lassen sich junge Mädchen in die Tempel kommen, konsumieren Drogen. Um an Bargeld zu kommen, machen sie auch vor Erpressung nicht halt. In einigen, wenigen Fällen wurden sie aus der Glaubensgemeinschaft ausgeschlossen, der Tempel verwiesen.

Der Buddhismus wird zunehmend zur Befriedigung des eigenen Konsums missbraucht. Um dies einzudämmen, rief das Nationale-Buddhismus-Amt die Bevölkerung auf: Den Tempeln und somit den Mönchlein keine luxuriösen Artikel mehr zu spenden. Eine Farce ist und bleibt es trotzdem. Die Vorwürfe sind schon lange bekannt, sie wurden immer bestritten und unter den Tisch gekehrt.

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