Entschädigungen bei Flugreisen: Wichtige Infos für Fluggäste

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Wenn eine Auswanderung nach Thailand geplant ist, gilt es, einiges zu organisieren. Die erforderlichen Papiere werden benötigt, ebenso eine Unterkunft am Zielort und natürlich alle wichtigen Kleidungsstücke und Gegenstände, die mitgeführt werden sollen. Und nicht zuletzt muss auch ein passender Flug nach Bangkok, Phuket oder Ko Samui gebucht werden, damit das südostasiatische Land überhaupt erst erreicht werden kann. Der Langstreckenflug lässt sich in den meisten Fällen problemlos bewältigen – was aber, wenn es unerwartet zu einem Ausfall des Fluges kommt?

Flug nach Thailand wurde gestrichen – und jetzt?

Wer schon einmal mit Sack und Pack am Flughafen stand und dann feststellen musste, dass der gebuchte Flug gestrichen wurde, kennt das Gefühl von Frust und Hilflosigkeit. Viele Fluggäste wissen nicht, was sie in diesem Fall zu tun haben und ob ihnen eine Flug Entschädigung zusteht. Plattformen wie Airhelp informieren zuverlässig über die Rechte von Flugreisenden, wie sie in der EU-Fluggastrechtverordnung festgehalten wurden. Diese sieht vor, dass die Fluggesellschaften eine Informationspflicht haben: Sie müssen alle Reisenden, die bei ihnen einen Flug gebucht haben, unverzüglich über eintretende Änderungen informieren. Geschehen kann dies sowohl online auf der Webseite der Airline als auch am Flughafen selbst erfolgen. Sobald eine Änderung bekannt wird, muss diese aber direkt mitgeteilt werden, damit die Reisenden möglichst schnell entsprechend reagieren können.

Wann steht Flugreisenden eine Entschädigung zu?

Wird der Flug nach Thailand ersatzlos gestrichen, haben Reisende mehrere Möglichkeiten. Bei einer rechtzeitigen Ankündigung des Ausfalls (mindestens zwei Wochen vor Reisebeginn) besteht ein Anspruch auf eine Ticketerstattung oder eine kostenlose Umbuchung auf einen anderen Flug. Oftmals geschehen Flugausfälle aber recht spontan und nicht selten erst weniger Stunden vor Abflug. Dann haben Fluggäste das Anrecht auf eine finanzielle Entschädigung. Diese beträgt bei einem Langstreckenflug wie etwa nach Thailand bis zu 600 Euro. Bereits bei längeren Wartezeiten haben die Airlines die Pflicht, wartende Personen mit Freigetränken und Snacks zu versorgen.

So gehen Fluggäste vor, um eine Entschädigung zu erhalten

Wurde der gebuchte Flug gestrichen, sollten Reisende sich an die Fluggesellschaft vor Ort wenden und sich eine schriftliche Bestätigung einholen, die besagt, dass der Flug ausgefallen ist und welcher Grund dafür vorliegt. Sogenannte außergewöhnliche Umstände können nämlich dazu führen, dass die Airlines nicht verpflichtet sind, eine Entschädigung zu leisten: Aus diesem Grund spielen die Umstände der Annulierung eine entscheidende Rolle, wenn es um mögliche Ersatzleistungen geht. Darüber hinaus sollten Belege über Speisen und Getränke gesammelt werden, sofern diese nicht von der Fluggesellschaft bezahlt werden. Besteht auch ein Anspruch auf Versorgungsleistungen wie Erfrischungen, sollten Fluggäste diesen unbedingt wahrnehmen.

Wissenswertes rund um den Flugausfall

Nicht nur ein vollständiges Entfallen, sondern auch ein Vorverlegen des Fluges berechtigt Reisende zum Erhalt einer Erstattung. Damit die finanzielle Entschädigung rechtens ist, muss die Fluggesellschaft für den Ausfall verantwortlich sein und nicht etwa unvorhersehbare Umstände wie schwere Unwetter oder Vögel in den Triebwerken. Außerdem muss der gebuchte Flug entweder in der EU gestartet sein oder der Zielflughafen muss sich in der EU befinden. Nach dem Ausfall eines gebuchten Fluges haben Reisende drei Jahre Zeit, ihre Ansprüche geltend zu machen. Übrigens: Nur für Flüge, für die rechtzeitig eingecheckt wurde, kann eine Entschädigung angefordert werden.

Bis demnächst euer

Herby

 

 

 

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