Individuelle Reiseapotheke für Thailand

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Reisen, vor allem ins außer europäische Ausland, bedürfen immer einer besonderen Planung im Vorfeld. Das gilt auch für Thailand. Ganz gleich, ob der Urlaub an einem bestimmten und fest gebuchten Ort  verbracht wird oder eine Rundreise geplant ist. Und in Bezug auf die individuelle Reiseapotheke sind besondere Kriterien zu beachten.

Ich empfehle jedem, sich seine kleine Apotheke für die Reise nach seinen persönlichen Bedürfnissen zusammenzustellen.

Solltet ihr von eurem Hausarzt Medikamente verordnet bekommen haben die ihr täglich einnehmen müsst, zum Beispiel bei Bluthochdruck oder Diabetes, versteht sich von selber sie mitzuführen.

Das gehört in jede Reiseapotheke:

1. Mittel um Wunden zu desinfizieren 
Zur Versorgung kleinerer Wunden ist ein Wunddesinfektionsspray unerlässlich. Den benutze ich sogar bei Insektenstichen. Denn das wichtigste ist, dass Bakterien direkt abgetötet werden. Alkohol und Jod können auch benutzt werden.

2. Ein Insektenabwehrmittel
Den Mücken und Moskitos kann man in Thailand einfach nicht aus dem Weg gehen. Möglichst dichte Kleidung und Moskitonetze alleine reichen oft nicht aus. Ein guter Insektenabwehrspray ist deshalb ein ständiger Wegbegleiter in Thailand. Könnt ihr einen Insektenstich trotzdem nicht verhindern, ist eine sofortige Desinfizierung anzuraten. Die Stiche entzünden sich üblicherweise schnell.

3. Medikamente gegen Durchfall
Das scharfe Essen mit für uns meist unbekannten exotischen Gewürzen und ein niedriger Hygienestandard in den Küchen führen häufig zu Durchfällen. Vor allem die ersten Urlaubstage sind kritisch. Ich schwöre auf Medikamente, die den Magen beruhigen und den Durchfall stoppen.

Für unterwegs sind sogenannte Schmelztabletten zu empfehlen, weil diese ohne Wasser einfach gelutscht werden. Zusätzliche Elektrolyt-Präparate sind meist erforderlich, um den schnell einsetzenden Mangel an Flüssigkeit und Salz auszugleichen.

4. Mittel gegen Verstopfung
Eine Verstopfung ist manchmal so unangenehm, dass sie zu Bauchschmerzen führt. Um die Opstipation zu stoppen und die Verdauung wieder in Gang zu setzen sind sanfte Abführmittel ein unabdingbares Muss in der Reiseapotheke.

5. Schmerzen und Fieber bekämpfen 
Symptome wie Schüttelfrost und Fieber sowie Gliederschmerzen vermiesen nicht nur mir meine Touren. Schmerztabletten gehören somit ganz oben auf die Liste der Reiseapotheke. Allerdings wird offiziell von Tabletten auf der Basis von Acetylsalicylsäure wegen der erhöhten Gefahr von inneren Blutungen abgeraten.

Diese Empfehlung steht in Verbindung zum Dengue-Fieber. Klingen die Symptome nicht ab ist unbedingt die Konsultation eines Arztes oder eines Krankenhauses angeraten.

6. Was tun bei Übelkeit und Reisekrankheit?
Ausflüge ins Umland von Thailand habe ich mit holprigen Straßen, unwegsamen Trampelpfaden und unwegsamem Gelände in Erinnerung. Viele Gegenden sind auch nur mit der Fähre oder einem Boot zu erreichen. Reisetabletten sind also bei Ausflügen kein Luxus. In Form von Kaugummi sind sie besonders praktisch, weil kein Wasser benötigt wird. Zudem wirken sie über die Mundschleimhaut besonders schnell.

7. Wann solltet ihr Antihistaminika einnehmen?
Urplötzlich kann es zu allergischen Reaktionen auf unbekannte Pflanzen oder sonstige Einflüsse wie Gerüche, Gewürze usw. kommen. Ein Antihistaminika hilft, gerötete Augen und geschwollene Schleimhäute zu beruhigen. Gleichzeitig ist freies Durchatmen meist schnell wieder möglich.

Ansonsten kann ich jedem nur empfehlen, auf folgende Utensilien in der täglichen Reiseapotheke nicht zu verzichten.

Dazu gehören:
– ausreichend Feuchttücher
– strapazierfähiges Moskitonetz (sinnvoll bei Trekkingtouren in Dschungelgebieten)
– ausreichend „Stilles Wasser“ angereichert mit Elektrolyten für unterwegs
– Pflaster, Gazewickel, Verbandwickel, Schere, Dreiecktuch, Sonnenschutz

Meine Erfahrungen mit der Reiseapotheke:

Bei meinen zahlreichen Touren durch Thailand erlebte ich es oft genug, dass ich mir kleinere Verletzungen zuzog. Die konnte ich dank der Reiseapotheke Vorort schnell und problemlos versorgen und dadurch einer möglichen Infektion vorbeugen.

Auch vor Fieber oder allergischen Reaktionen des Körpers ist niemand gefeit. Ganz zu schweigen von meist harmlosen Darmerkrankungen hervorgerufen durch die ungewohnte Nahrung. Die mitgeführten Medikamente halfen mir jedesmal schnell über das Schlimmste hinweg.

Oft genug traf ich Urlauber die leichtsinnigerweise ohne jegliche Medikamente und ohne Verbandsmaterial unterwegs waren. Offene Wunden beispielsweise, selbst kleinere, sollten sofort desinfiziert und mit einem Pflaster versehen werden. Andernfalls können sie in den Tropen schnell zu einer bösen Infektion führen.

Kommt gesund durch den Urlaub, verzichtet bitte nicht auf eure ganz persönlich zusammengestellte Reiseapotheke. Mir ersparte sie so manche ernsthafte Erkrankung.

Bis demnächst euer

Herby

4 Kommentare

  1. Thomas Richter on

    meine persönliche Medizin gegen „Bauch-Weh“ in Thailand : nach dem Zähneputzen am Morgen einen kräftigen Schluck „Fernet Branca“ auf nüchternen Magen: schmeckt scheusslich aber hilft !
    Dieses „Gesöff“ überleben nicht einmal Thai-Bakterien !

  2. Hi Herbert!
    Danke für die Erinnerung an die Reiseapotheke, habe sie sofort auf meine Liste gesetzt.Vorbeugen ist bekanntlich besser als heilen 🙂 wünsch dir alles Gute!
    Wolf

    • Hallo Wolf,

      keine Ursache, gern geschehen. 🙂 Die Reiseapotheke halte ich wirklich für wichtig.

      Gruß
      Herbert

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