Insekten sind voller Proteine

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In Thailand stehen sie schon lange auf dem Speiseplan, gelten als Delikatesse: Insekten. Auf den Märkten und in den Garküchen am Straßenrand werden sie angeboten. Die Thais denken weniger daran, dass die Insekten voller Proteine sind, ihnen munden die Tierchen einfach. Viele erhalten ihren Geschmack fast ausschließlich durch das Einlegen in Marinade.

Insekten als Tierfutter

Findige Geschäftsleute entdeckten nun den Markt in Europa für sich. Die Nachfrage ist groß, der Bedarf der Einzelhändler oder spezieller Supermärkte kann fast nicht befriedigt werden.

Holland ist da schon weiter. Als Tierfutter werden Insekten dort schon lange genutzt. Die Firmen in den Niederlanden, die diese züchten, erweiterten ihre „Produktion“, um den Bedarf der Verbraucher zu decken.

Ähnlich entwickelte sich der Trend in Thailand. Als die Natur nicht mehr genug Insekten hergab, verlegten sich die Thais mit Erfolg auf die Zucht. Ob Würmer, Heuschrecken, Raupen oder Maden, gegessen wird alles, was krabbelt – unabhängig von den Proteinen.

Insekten für Feinschmecker

Verschiedene Feinschmecker-Restaurants in Europa stellten sich auf die neue Kundschaft ein, bieten die Insekten in vielerlei Variationen an. Zum Beispiel werden sie Salaten beigefügt. Etwas störend wirkt das Krachen einer Heuschrecke während des Verzehrs. 🙂 Langfristig gesehen sollen Insekten eine Alternative zu Fleisch darstellen. Vielen dürfte ein Steak oder Schnitzel lieber sein.

Frittiert werden die Insekten auf thailändischen Märkten zum Verkauf angeboten.

Frittiert werden die Insekten auf thailändischen Märkten zum Verkauf angeboten.

Selbst die Welternährungsorganisation empfiehlt, die Proteine der Insekten zu nutzen. Diese könnten andere Lebensmittel sinnvoll ergänzen. In Thailand scheinen die Menschen anderen Ländern einige Schritte voraus zu sein. Für sie ist der Verzehr der Krabbeltiere seit Jahrzehnten Normalität. Auch in Laos und Kambodscha gibt es sogenannte Insekten-Bauern, die mit der Zucht ihren Lebensunterhalt verdienen.

Insekten-Bauern verdienen gut

Weit über 200 Insektenarten sollen in Thailand beheimatet sein und etwas mehr als 20.000 Bauern verlegten sich vom Reisanbau auf die Insektenzucht. Manche betreiben sie lediglich als Nebenerwerb, um ihre Familien ernähren zu können. Spitzenverdiener unter ihnen bringen es so auf stattliche 160.000 Baht pro Jahr.

Insekten-Bauern verdienen gut an den Krabbeltieren. Vielleicht bringen die dicken Brummer mehr Geld in die Kassen.

Insekten-Bauern verdienen gut an den Krabbeltieren. Vielleicht bringen die dicken Brummer mehr Geld in die Kassen.

Die Auswahl an Insekten, die für den Verzehr bestimmt sind ist groß. Gekauft werden meist kleine Portionen.

Die Auswahl an Insekten, die für den Verzehr bestimmt sind ist groß. Gekauft werden meist kleine Portionen.

Thailand ist weltweit führend bei der Zucht von Insekten. Die Insekten-Bauern bedienen nicht nur die nationale Nachfrage, sondern es wird ständig mehr für den Export „produziert“.

Verlockend für Neueinsteiger sind die niedrigen Investitionen, sie benötigen keine teuren Kredite von den Banken. Ein weiteres Plus ist das geringe Risiko und die laufenden Betriebskosten sind ebenfalls gering. Bleibt der für den Reisanbau so dringend benötigte Regen aus, fällt die Ernte schlecht aus. Der Gewinn ist kaum der Rede wert. Für die Aufzucht von Insekten wird hingegen nur wenig Wasser benötigt.

Insekten sind gesund

Insekten können bereits nach circa zwei Monaten zum Verkauf angeboten werden. Teilweise werden sie gegrillt oder frittiert in kleinen Mengen für 20 Baht auf den lokalen Märkten verkauft. Der größte Teil geht an Firmen die sie als Tierfutter oder Delikatesse exportieren.

Probieren könnt ihr die proteinreichen Insekten bedenkenlos, sie werden weder mit Aas gefüttert noch wird ihnen Antibiotika verabreicht. Ihre Haltung belastet die Umwelt nur in geringem Umfang und sie sind die reinsten Vitaminbomben. Hinzu kommt, dass sie nur wenige gesättigte Fettsäuren enthalten, von den zahlreichen Nährstoffen und Proteinen die sie beinhalten ganz zu schweigen.

Bis demnächst euer

Herby

2 Kommentare

  1. Ich habe Heuschrecken schon gegessen und ich würde es lieber vorziehen. würde ich ein kleines Häuschen auf dem Land haben, ich würde mir Insekten züchten. Da sie geschmacklich gut sind, gesund sind. Fast kein Fett – Cholesterin und Purin enthalten. Also sehr gesund… und Sau billig als Selbstversorger… keine Hormone, keine Pestizide usw.. also was will man mehr?

  2. wie ich finde, eine schmackhafte Alternative als Ergänzung zur Standardnahrung. Ich hatte für einigen Jahren zum ersten Mal Grashüpfer gegessen, die erinnerten mich an Chips – genauso knusprig. Danach habe ich fast alle erhältlichen Insekten probiert, einschl. grosse Waldameisen in Zentralamerika. Am besten schmecken mir Grillen. Hinzu kommen die positiven ernährungsphysiologischen und Umweltaspekte: Insekten benötigen bedeutend weniger Weidefläche als Rinder, weniger Wasser, erzeugen weniger CO2, etc …….

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