Kambodschanische Tempel im Isaan

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Der bekannteste Khmer Tempel in Thailand ist sicherlich Phra Viharn. Die im Isaan gelegenen kambodschanischen Tempel spiegeln die Macht der vor etwa eintausend Jahren hier herrschenden Khmer wider.

Sie vermitteln eine  Vorstellung von der Größe ihres Reiches. In keiner anderen Region Thailands gibt es mehr Khmer Tempel, die Zeugnis ihrer fortgeschrittenen Kultur ablegen.

In Nakhon Ratchasima, Buriram, Sisaket, Ubon Ratchasima und Surin finden sich zahlreiche Relikte aus dieser Zeit. In früherer Zeit, waren Buddhismus und Hinduismus die Religionen der Khmer.

Die Tempel im Isaan gerieten in Vergessenheit

Die Tempel im Isaan sind genauso sehenswert wie die bekannten Tempel in Angkor Wat. Sie entstanden zur Blütezeit des Khmer-Reiches, als diese ihre Macht bereits nach Thailand und Laos ausgedehnt hatten.

Als der Buddhismus den Brahmanismus ablöste, wurden die Anlagen von den Bewohnern verlassen. Sie gerieten in Vergessenheit und waren in kürzester Zeit vom Regenwald überwuchert.

Es ist erstaunlich, wie viele der kambodschanischen Tempel im Isaan erhalten blieben. Die Thais benutzten die Steine als Baumaterial für ihre eigenen Häuser. Erst relativ spät erkannte die thailändische Regierung den unschätzbaren kulturellen Wert der Tempel. Mit Geldern der UNESCO wurden sie saniert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die bekannteste Anlage, um die es immer wieder zum Streit zwischen Kambodscha und Thailand kommt ist Phra Viharn.

Es verwundert schon, dass diese eindrucksvolle Anlage vor mehr als eintausend Jahren, mit den damals vorhandenen primitiven Werkzeugen geschaffen werden konnte. Viele Menschen müssen notwendig gewesen sein um die riesigen Quader aufeinander zu schichten. Für die Thais wurde der Tempel zur Pilgerstätte schlechthin.

Diebstahl durch Souvenirjäger

Etwa 60 Kilometer entfernt von Nakhon Ratchasima ist der Tempel Prasat Hin Phimai gelegen. Es war der erste Tempel, den die Khmer von Angkor Wat aus durch eine 300 Kilometer lange Straße bis nach Nakhon Ratchasima verbanden. Sie wurde als Königsstraße bezeichnet. Schnell entwickelte sie sich zu einem beliebten Pilgerpfad.

Der Tempel verfügt über wunderschöne Reliefs, welche die Handwerkskunst der frühen Khmer Kunst belegt.

Die Tempelanlage Phanom Rung wurde zu Ehren eines Hindu Gottes gebaut. Die Anlage wird von Touristen auf Grund ihrer Lage nur selten besucht. Sie ist ebenfalls recht groß und liegt auf einem erloschenen Vulkanhügel. Ein beschwerlicher Aufstieg über eine lange Treppe steht dem Besucher bevor.

Ein Teil der Tempelanlage in Phanom Rung. Die Reliefs sind teilweise gut erhalten, andere durch Erosion leider undeutlich geworden.

Ein Teil der Tempelanlage in Phanom Rung. Die Reliefs sind teilweise gut erhalten, andere durch Erosion leider undeutlich geworden.

Nicht weit von Phanom Rung entfernt liegt die Tempelanlage Prasat Muang Tam. Es handelt sich um eine kleine Anlage, die komplett saniert wurde und in einem Park liegt.

Es gibt noch einige kleinere Anlagen von denen nur die Ruinen zu besichtigen sind. Für eine Restaurierung fehlte die Bausubstanz. Souvenirjäger entwenden des öfteren Steine und andere Gegenstände.

Ein Besuch der Khmer Tempel im Isaan ist für den Kultur Interessierten mit Sicherheit lohnenswert.

Bis demnächst euer

Herby

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