Kein gemeinsames Visa mit Nachbarn

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Thailand lehnt ein gemeinsames Visa mit den Nachbarn Vietnam, Myanmar, Kambodscha und Laos ab. Bereits 2005 wurden mit den Nachbarn Vereinbarungen getroffen, um die Einreise für Touristen in die jeweiligen Länder zu vereinfachen. Ziel ist es, die wirtschaftliche Zusammenarbeit der Länder zu verbessern und durch die Kampagne mehr Touristen in die Länder zu holen. Wie so oft hielt Thailand sich nicht an getroffene Vereinbarungen. Kein gemeinsames Visa mit den Nachbarn, könnte allerdings einen Rückgang der Thailand Besucher bedeuten. Die Urlauber entscheiden sich wahrscheinlich für eines der Länder, die im Juli 2012 das neue Visa Gesetz realisierten und das Abkommen unterzeichneten.

Der Slogan: Fünf Länder, ein Ziel

Das Thailand kein gemeinsames Visa mit den Nachbarn will, könnte sich als Eigentor erweisen. Durch die Krisen in Europa, sitzt das Geld nicht mehr so locker und auch in Thailand gehen die Besucherzahlen zurück. Anstatt die Visa Formalitäten zu vereinfachen, legt Thailand Urlaubern und im Land lebenden Rentnern immer neue Steine in den Weg.

Die Nachbarn zeigen wie es auch anders geht. Das neue CLMV Single Visum wird in einem der Länder ausgestellt und gilt automatisch für die drei anderen Partner des Abkommens. Auch der Slogan ist passend: Fünf Länder, ein Ziel. Laos, Kambodscha, Myanmar und Vietnam haben begriffen, dass es in Zeiten der weltweiten Globalisierung nur gemeinsam geht. Den Slogan müssten sie allerdings ändern: Vier Länder, ein Ziel.

Thailand im Alleingang

Im November wird das CLMV Visum in London auf einer Tourismus Messe dem Publikum vorgestellt. Nächster Termin, um die neue Regelung der Länder bekannter zu machen, ist im nächsten Jahr die Internationale Tourismus Börse in Berlin.

Thailand befürchtet einen Rückgang der Einnahmen durch erteilte Visa, deshalb kein gemeinsames Visa mit den Nachbarn. Das Touristen Aufkommen der drei Nachbarländer zusammen gerechnet, läge deutlich unter dem Thailands. Alleine durch die chinesischen Besucher hätte Thailand Einnahmen von mehr als einer Milliarde Baht durch die Visa Gebühren. Wieder einmal zeigt sich die typische Arroganz der Politik in Thailand. Langfristig gesehen, wird sich der Alleingang negativ auswirken.

1 Kommentar

  1. Vielen Dank für den informativen Artikel. Wenn man sich das ganze auf einer Karte anschaut, wird einem sehr schnell klar, dass Thailand von dieser Visavereinbarung „umzingelt“ wird.

    Ich denke, dass der Schuss für Thailand auch aus einem anderen Grund nach hinten losgehen kann: Da sich Bangkok als relativ gutes Drehkreuz anbietet, könnten viele nach Bangkok reisen, dann über eine der Grenzen rüber und anschließend komplett die CLMV-Länder bereisen. Zum Schluss einige Tage wieder in Bangkok zum Shoppen und schon hat man die Reise ohne Thailand gemacht. Aber wenn Thailand im Visaverbund wäre, könnte Thailand nicht nur ein Drehkreuz für Flugzeuge werden, sondern auch für Bus, Ban und Fähre… Ich glaube so verdienen die mehr…

    Außerdem kann man sich auch auf einen Einnahmeschlüssel einigen. Da kriegt jeder genug von ab. Das wird eher das Problem sein denke ich.

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