Klimawandel trifft auch Thailand

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Mittlerweile trifft der Klimawandel auch Thailand, wie die Überschwemmungen im Jahr 2011 deutlich machten. Es waren die schlimmsten Überflutungen seit 50 Jahren. Experten machen den dramatischen Klimawandel der letzten Jahre dafür verantwortlich.

In einigen Gebieten von Thailand lagen die Niederschlagsmengen um mehr als 100 Prozent höher als in den Vorjahren. Auch in den nächsten Jahren wird damit gerechnet, dass viele der thailändischen Provinzen vom Hochwasser heimgesucht werden. Die Bevölkerung in Bangkok muss jedes Jahr mit einer ähnlichen Katastrophe wie im Jahr 2011 rechnen.

Klimawandel hat Folgen für die Landwirtschaft

So könnte in vielen Teilen Thailands die Landschaft noch aussehen, wenn nicht aus reiner Profitgier die Bäume abgeholzt würden.

So könnte in vielen Teilen Thailands die Landschaft noch aussehen, wenn nicht aus reiner Profitgier die Bäume abgeholzt würden.

Nicht nur der Klimawandel ist schuld sagen die Fachleute. Auch das unkontrollierte Abholzen der Wälder und die Entstehung neuer Ortschaften auf den gerodeten Flächen tragen zu den Überschwemmungen bei.

Das Wasser hat keine Möglichkeit mehr zu versickern. Der Klimawandel trifft Thailand besonders hart. In den Reisanbaugebieten die den langanhaltenden Monsunregen benötigen, sind die Niederschlagsmengen zurückgegangen. Die Folgen sind eine schlechte Reisernte, somit verteuert sich das Grundnahrungsmittel der Thais. Dadurch auch weniger Export, das hat negative Folgen für die gesamte Wirtschaft.

Globale Erwärmung in Thailand

Wer seinen Jahresurlaub regelmäßig in Thailand verbringt oder sogar hier lebt, stellte mit Sicherheit fest, dass es während der Sommermonate von Jahr zu Jahr wärmer wurde. Die Wintermonate dagegen sind nicht mehr kühl, sondern können bereits als recht kalt bezeichnet werden.

Seit Anfang April dieses Jahres herrscht wieder einmal eine Hitzewelle über die nicht nur die Ausländer klagen. Auch die einheimische Bevölkerung leidet darunter. Arbeiten ist praktisch nur noch im Zeitlupentempo möglich, alles andere kostet zu viel Kraft.

Die Hitze birgt gesundheitliche Risiken. Wer zuwenig trinkt dehydriert und ein Hitzschlag droht. Viele leiden unter Kopfschmerzen, Übelkeit, Herzstolpern und Kreislaufproblemen, auch dies sind Folgen des heiß-feuchten Klimas. Besonders ältere Urlauber sind von diesen Symptomen betroffen. Ihr solltet übermäßige, körperliche Aktivitäten vermeiden und auf Alkohol verzichten.

Elektrolyte gibt es in Apotheken und Supermärkten für wenige Baht.

Elektrolyte gibt es in Apotheken und Supermärkten für wenige Baht.

Möglichst viel Wasser trinken (mindestens drei Liter am Tag) und ich setze dem Wasser noch Elektrolyte zu. Diese enthalten Glukose, Sodium, Natriumchlorid und andere Spurenelemente die dem Körper durch das Schwitzen entzogen werden.

Auf keinen Fall solltet ihr euch der direkten Sonnenstrahlung aussetzen, sucht den Schatten und tragt sicherheitshalber eine Kappe oder einen Sonnenhut.

Im schlimmsten Fall kann es zu einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall kommen. Bei länger anhaltendem Unwohlsein unbedingt einen Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus aufsuchen.

Auch die Natur wird in Mitleidenschaft gezogen. Einige der schönsten Korallenriffe und Tauchspots wurden 2012 für Taucher, Schwimmer und Schnorchler geschlossen. So will man vermeiden, dass sie durch Wassersport noch zusätzlich geschädigt werden.

Verschiedene Regionen Thailands werden von extremen Dürreperioden heimgesucht, andere während der Regenzeit vollkommen überflutet. Schlamm- und Gerölllawinen führen zu Erosion. Der fruchtbare Humus wird fortgespült. Die Bauern können über Jahre hinweg nichts mehr anbauen, ihre Existenz wird vernichtet.

Alternative Energien als Lösung?

Es wird Zeit, endlich alternative Energien zu nutzen. Weg von den fossilen Brennstoffen, um die globale Erwärmung einzudämmen. Nicht nur die Bauern trifft der Klimawandel in Thailand, auch die Fabriken und Kleinunternehmen sind betroffen. Die Werkhallen werden überflutet, die Produktion steht still und die Arbeiter erhalten keine Löhne.

Während der Regenzeit treten viele Flüsse und Seen über die Ufer, vernichten die Ernte der Farmer, legen Fabriken lahm.

Während der Regenzeit treten viele Flüsse und Seen über die Ufer, vernichten die Ernte der Farmer, legen Fabriken lahm.

Folglich auch hier: Preissteigerungen in allen Bereichen und ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden. Hart trifft der Klimawandel auch die Touristikbranche. Bereits im Jahr 2012 gingen die Buchungen zurück. Die Urlauber waren verunsichert, glaubten der thailändischen Regierung nicht, dass alles getan wurde um eine Katastrophe wie im Jahr 2011 zu vermeiden.

Auch in diesem Jahr rechnen Experten in naher Zukunft wieder mit heftigen Unwettern in Thailand. Der Klimawandel wird so schnell nicht zu stoppen sein, da es sich um ein globales Problem handelt. Bleibt zu hoffen, dass die getroffenen Vorsichtsmaßnahmen der Regierung sich im Laufe der Jahre deutlich verbessert haben.

Bis demnächst euer

Herby

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