Kunsthandwerk wird in Thailand gefördert

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Der Gedanke, das Kunsthandwerk in Thailand zu fördern, wurde durch Königin Sirikit angeregt. Bei ihren ausgedehnten Reisen durch das Land stellte sie fest, dass viele Menschen das Talent besitzen, künstlerische Tätigkeiten auszuführen. So werden zum Beispiel Figuren aus Holz gefertigt, Porzellan bemalt, oder mystischer Schmuck angefertigt. Gefördert werden besonders die Bewohner in Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit.

Thais werden in Ausbildungszentren gefördert

Überwiegend die arme Landbevölkerung entwickelte im Laufe der Zeit handwerkliche Talente, die einen künstlerischen Charakter haben.  In ihren Regionen gab es nur wenig Arbeit und die Fertigung von einfachen Kunstgegenständen bescherte ihnen ein Nebeneinkommen.

Deshalb wurde beschlossen, dass das Kunsthandwerk in Thailand gefördert wird, um die Chancen für den Verkauf zu optimieren. Inzwischen gibt es in ganz Thailand 22 Zentren, welche die Techniken der Kunsthandwerker verfeinern helfen.

Königin Sirikit übernahm die Schirmherrschaft für das Projekt. Die Vermarktung der Produkte findet mittlerweile weltweit statt, und ihre Qualität ist außerordentlich gut. In Bang Sai, in der Nähe von Ayutthaya, befindet sich das SACICT Ausbildungszentrum. Dort werden thailändische Künstler aller Richtungen gefördert.

Die Künstler veranstalten Wechsel-Ausstellungen

Textilien in Thailand sind von guter Qualität und haben witzige Designs.

Textilien in Thailand sind von guter Qualität und haben witzige Designs.

Die Aktion „Kunsthandwerk wird in Thailand gefördert“ findet bei den Künstlern großen Anklang, sie verbessert ihre Einkünfte und ermöglicht ihnen somit ein besseres Leben. Die Arbeiten der Künstler werden ausgestellt, die Exponate wechseln alle drei Monate.

Es wurden ferner diverse Shops eingerichtet, in denen Porzellan, Statuen, Bilder und Möbel verkauft werden. Hochwertige Textilien sind der Renner bei den Käufern, und auch eigenwillig geformte Keramik-Artikel sind beliebte Objekte.

Die Herstellung der Gegenstände verbessert nicht nur die finanzielle Situation der talentierten Künstler, es verleiht ihnen auch ein neues Selbstbewusstsein. Das spornt sie zu immer besseren Leistungen an.

Die Teilnehmer erhalten eine Urkunde

Großhändler entdeckten eine neue Einkaufsquelle für sich und erhalten als Wiederverkäufer entsprechende Rabatte.

Die Zentren sind bestens organisiert. Von der Herstellung bis zum Verkauf wird alles durch eigene Mitarbeiter verwaltet, die Kosten so gering wie möglich gehalten. So steigt der Gewinn für die Künstler, bringt Geld in die Haushaltskasse.

Nach Beendigung der Ausbildung erhalten sie eine Urkunde über die Teilnahme an dem entsprechenden Lehrgang. Die Förderung der Künstler in Thailand kann als gelungener Beitrag zur Verringerung der Arbeitslosigkeit betrachtet werden.

Für einige der engagierten Künstler wurde das Kunsthandwerk zu einer neuen Existenz, welche die gesamte Familie ernährt. In ihren kleinen Betrieben werden dann die Kunsthandwerker von morgen gefördert.

Falls ihr unterwegs einen OTOP-Laden (One Tambon One Product) entdeckt, könnt ihr die Produkte bedenkenlos kaufen. Damit fördert ihr nicht nur das Kunsthandwerk, sondern verhelft der Bevölkerung in den ärmeren Regionen Thailands zu einem besseren Einkommen.

Bis demnächst euer

Herby

 

2 Kommentare

  1. Hallo Herbert,
    Ich kann jedem Leser nur empfehlen, einmal Bangsai zu besuchen ( war selber sehr oft dort).
    Die Porzellanmaler haben – wie so oft – im Sommer vier Goldmedaillen bei einem Internationalem Wettbewerbin Florida errungen, im Laufe von ueber 10 Jahren, unter der Lehrerin Helga Jaermann, ueber 40 medaillen bei Internationalen Wettbewerben. Der naechste grosse Internat. Wettbewerb findet in Bangsai selber statt, Anfang Maerz 2015.
    Die Koenigkliche Stiftung dort hat fuer viele Menschen, nicht nur arme, sondern auch schwerst behinderte, neue Paerspektiven fuer die Zukunft geoeffnet.

    • Hallo Wolfgang,

      gestern kam ich aus Ayutthaya zurück und wollte eigentlich dem etwas über 30 Kilometer entfernten Bang Sai einen Besuch abstatten, leider reichte die Zeit nicht mehr. Urlauber die dort waren, konnten nur positives berichten.

      Gruß
      Herbert

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