Mit dem Motorrad nach Pattaya

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Die Fahrt von Nang Rong in das Seebad Pattaya dauert mit dem Motorrad etwa sieben Stunden, wenn ich nicht rase. Motorradtouren sind mein liebstes Hobby, so oft ich Zeit finde, bin ich unterwegs. Fahrern die sich im Land nicht so gut auskennen, empfehle ich  eine detaillierte Straßenkarte, oder ein GPS Gerät.

Die Strecke über Kabinburi ist landschaftlich reizvoller

Fast alle  meine Freunde und Bekannten fahren von Nang Rong über Kabinburi nach Pattaya. Die Strecke ist landschaftlich reizvoller, führt durch einen Nationalpark und links wie rechts erheben sich Berge, die mit Bäumen und Büschen üppig bewachsen sind. In den kleinen Tälern fließen Bäche, mit kristallklarem Wasser. Ein wunderschöner Anblick.

Ich bevorzuge die Strecke über Sa-Kaeo, dort herrscht weniger Verkehr durch LKW. Nach Pattaya fuhr ich von Nang Rong aus schon einige Male, aber während der Fahrt entdecke ich immer wieder etwas neues.

Gepackt hatte ich bereits am Vorabend und so brauchte ich am Morgen nur den Tankrucksack auf meinem Motorrad zu befestigen und die Bücher, die ich in Pattaya eintauschen möchte, in meinem Rucksack zu verstauen. Los ging es um sieben Uhr, der Wettergott meinte es gut mit mir, denn in den letzten vier Tagen hatte es in Strömen geregnet.

Die erste Etappe

Freundliche Obstverkäuferin am Wegesrand. Vitamine sind immer gut.

Freundliche Obstverkäuferin am Wegesrand. Vitamine sind immer gut.

Von Nang Rong erst einmal Richtung Pakham. Nach etwa zehn Kilometern durchzuckte es mich wie ein Blitz, ich hatte mein Handy vergessen. Toll! Zurück, das Handy geholt und auf ein Neues.

Nun konnte die Fahrt nach Pattaya endlich losgehen. Pakham ist ein kleines, aber geschäftiges Dorf. Natürlich darf ein Markt nicht fehlen. Früher fuhr ich des öfteren dorthin, da gibt es den besten Thai-Cafe. Nescafé mit eingedickter süßer Milch, im richtigen Mischungsverhältnis schmeckt er einfach klasse.

Nächste Station war Non-Din-Daeng ein langgezogenes Dorf, das einzig interessante ist ein wunderschön angelegter Stausee mit einer Art Strand. In dem See ist das Schwimmen erlaubt. Mit einem Langboot könnt ihr euch ans andere Ufer bringen lassen, da gibt es einige Wasserfälle, die allerdings nur in der Regenzeit ausreichend Wasser führen.

Die Straße durch den Ort wurde vor einiger Zeit vollkommen neu geteert, die Schlaglöcher gehören der Vergangenheit an. Anfangs war es recht kühl und die Fahrt nach Non-Din-Daeng nicht so angenehm.

Kontrolle nach geschmuggelter Ware

Kontrollpunkt in den Bergen. Leider war es dort oben etwas nebelig.

Kontrollpunkt in den Bergen. Leider war es dort oben etwas nebelig.

Mein Mechaniker hatte wieder ganze Arbeit geleistet, das Motorrad (Honda CBR 250 R) lief wie ein Uhrwerk und mit der Straßenlage war auch wieder alles in Ordnung. Vorher schaukelte sie sich in Kurven etwas auf, ein unangenehmes Fahrgefühl. Es lag an den schlecht ausgewuchteten Motorradreifen.

Die Landschaft ist bergig und dicht mit Bäumen bewachsen, es grünt und blüht während der Regenzeit. Nach 60 Kilometern der erste Stopp und eine Tasse Kaffee an einem Checkpoint. Hier werden LKW und andere Fahrzeuge auf Drogen und geschmuggelter Ware kontrolliert, die Grenze zu Kambodscha ist nicht weit entfernt. Dann ging es durch den Ta-Phraya Nationalpark weiter nach Watthana-Nakhon.

Die Landschaft wird eintöniger

Wasserbüffel scheinen die Gegend zu mögen, solange sie Futter finden.

Wasserbüffel scheinen die Gegend zu mögen, solange sie Futter finden.

Hinter den Bergen ist die Landschaft recht eintönig, Reisfelder und nochmals Reisfelder. Einige Wasserbüffel scheinen sich allerdings recht wohl zu fühlen. In Watthana-Nakhon überkam mich der Hunger, also rein in eine kleine Garküche. Das Essen war wie meistens sehr gut und ich zahlte schlappe 30 Baht.

Wieder auf die Maschine, ein Stück Richtung Sa-Kaeo, dann orientiert ihr euch an den Wegweisern Richtung Chachoengsao. Auf dem Streckenabschnitt gedeihen nur die hohen, dünnen Bäume, (leider vergaß ich den Namen) die zur Papierherstellung dienen und Büsche, Bäume und Unkraut. Dies ist der langweiligste Abschnitt der Tour, keinerlei Abwechslung und es scheint kein Ende nehmen zu wollen. Endlich bin ich auf der 331, ab dort ist Sattahip auf den Wegweisern angegeben.

Die Benzin Preise sind in Thailand gesunken

Oh Wunder, auf der Fahrt wurde ich diesmal nicht von den „uniformierten Wegelagerern“ angehalten und zur Kasse gebeten. Mit dem neuen Motorrad habe ich keinerlei Probleme mehr beim Tanken, die Maschine kann mit allen Benzinarten gefahren werden. Die Honda Steed lief nur mit dem 95 er Benzin optimal. Dank der neuen Regierung  sind die Benzin Preise  wieder etwas gesunken, es wird subventioniert. Auch die korrekteren Kontrollen durch die Polizei, ohne sofort unbegründet ein Bußgeld zu kassieren, führe ich auf die neuen Machthaber zurück. Die Behörden erhielten scheinbar klare Direktiven.

Viele Schlaglöcher durch den heftigen Regen

Letzter Zwischenstopp vor Pattaya zum ihr wisst schon und Zeit für eine schnelle Zigarette.

Letzter Zwischenstopp vor Pattaya zum ihr wisst schon, und Zeit für eine schnelle Zigarette.

In Richtung Sattahip ist die Landschaft wieder reizvoller, der Bewuchs wechselt und die Berge liegen fast bis Pattaya vor einem. So macht die Fahrt  mit dem Motorrad wieder mehr Spaß. Später ist auch Pattaya ausgeschildert und die kleine Nebenstrecke führt auf die Sukhumvit-Road, etwa in Höhe Naklua. Ich wohne wie immer in Jomtien in der Soi 7 bei meinem alten Freund Rolf, der ein Gästehaus betreibt. Pattaya ist mir zu hektisch, ich mag es ruhiger.

Es sei noch darauf hingewiesen, dass durch die heftigen Regenfälle in diesem Jahr die Straßen streckenweise voller Schlaglöcher sind. Oft sind sie erst im letzten Moment zu erkennen, da sie schwer von den Schatten, den die Bäume werfen zu unterscheiden sind. Also lieber etwas langsamer fahren und sicher ans Ziel kommen. Meinen Motorrad Freunden wünsche ich allzeit gute Fahrt.

Nachdem der Artikel nun online ist, werde ich mich einmal auf einen „Inspektionsgang“ begeben, um herauszufinden ob es etwas neues in Pattaya gibt. Die Fahrt mit dem Motorrad machte Spaß, etwas von einem Nomaden steckt noch immer in mir.

Über eventuelle Neuigkeiten im Seebad werde ich euch in meinem nächsten Artikel Bericht erstatten.

4 Kommentare

  1. Hallo Herbert, habe durch Zufall deinen Bericht gelesen. Ich bin mit einer Thai verheiratet die aus der Nähe von Nang Rong kommt. Aber ich kann in ihrem Dorf nicht dauernd leben. Im Dez. kommen wir wieder nach
    Thailand. Weisst du ein ruhiges nicht zu teures Apt.für 3 Mon.für mich ?? Das wäre toll
    Grüsse
    Herbert

    • Hallo Herbert,

      es gibt hier in Nang Rong einige kleine Appartements, die um die 3000 Baht kosten. Ein Zimmer mit Kochgelegenheit. Alternativ könntest du dich auch in einem Hotel einmieten. Die geben bei einem längeren Aufenthalt gerne einen großzügigen Rabatt. Melde dich einfach noch einmal kurz bevor du abfliegst, dann höre ich mich um wo etwas frei ist und bei Interesse können wir uns die Unterkunft gemeinsam ansehen.

      Viele Grüße
      Herbert

  2. Hallo Herbert, danke für die schnelle Antwort. Ich habe mich nicht richtig ausgedrückt. Ich suche ein Zimmer
    am Jomtien und nicht in Nang Rong.
    Dein Foto auf deiner Internet-Seite kommt mir bekannt vor. Haben wir uns vielleicht bei Alex oder Samstags
    in Lahan Sai schon getroffen ?
    liebe Grüsse
    Herbert

    • Hallo Herbert,

      es kann gut sein, dass wir uns mal bei Alex trafen bei dem Treffen in Lahan Sai war ich nur ein einziges Mal.
      In Jomtien kannst du es im „Somboon Guesthouse“ in der Soi 7 versuchen. Der Besitzer und seine Frau sind gute Freunde von mir und sie werden dir auf jeden Fall wenn du länger bleibst einen Preisnachlass einräumen. Bestell ihnen viele Grüße und sag ihnen „Herby“ hat sie empfohlen.

      Dir auch liebe Grüße
      Herbert

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