Motorradtreffen auf dem Land

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In Thailand findet fast an jedem Wochenende ein Motorradtreffen statt. Zu den sicherlich bekanntesten Treffen gehört die jährlich stattfindende Biker Week in Pattaya. Fast ebenso bekannt sind die Treffen auf Koh Phuket, Koh Samui und in Bangkok.

Weniger bedeutend sind die Motorradtreffen auf dem Land. Ob in Surin, Buriram, Nong Khai oder Lopburi fast an jedem Wochenende ist der harte Kern der Biker unterwegs zu einem Treff. Geselliges Beisammensein und diverse Veranstaltungen am Abend sorgen für gute Stimmung. Manche dieser Meetings werden auch zu wohltätigen Zwecken initiiert.

Die Anfahrt in der Gruppe

Nur selten sind die Biker alleine unterwegs. Motorradclubs oder gleichgesinnte Freunde machen sich am frühen Morgen gemeinsam auf den Weg. Auffallend ist, dass die Fahrer eines Big Bikes wesentlich gesitteter fahren als die Jugendlichen, die mit ihren frisierten 125 cc Mopeds die Gegend unsicher machen.

Ich sah auf meinen Touren nur selten Raser. Alle Fahrer tragen einen ordentlichen Helm und meist Schutzkleidung. Der Spaß steht im Vordergrund so wird unterwegs nicht nur getankt sondern bei einem Stopp gemütlich gegessen und herumgealbert.

GPS kann hilfreich sein

Manchmal kommt es vor, dass man sich auf seinen Touren hoffnungslos verfährt. Keine Straßenschilder mehr, nicht das kleinste Hinweisschild das den richtigen Weg zeigt. Da kann GPS ob auf dem Handy oder einem speziellen Gerät installiert sehr nützlich sein.

Bestens geeignet für Motorrad-, Bootstouren oder Wanderungen sind die kleinen, handlichen Fahrradcomputer. Sie finden wirklich Platz in der kleinsten Tasche, können überallhin mitgenommen werden. Dabei handelt es sich um robuste, gute Geräte* die auch unter extremeren Bedingungen noch zuverlässig arbeiten.

Auch ich nutze seit geraumer Zeit, die Garmin GPS Software BaseCamp. Da ich am Anfang nicht damit klar kam, suchte ich nach entsprechenden Informationen und wurde in einem Handbuch fündig. Nachdem ich die einfach erklärten Instruktionen Punkt für Punkt befolgte, funktioniert mein GPS optimal.

Geschlafen wird meist im Zelt

Auf dem Land findet sich immer eine große Wiese, auf der das Treffen ausgerichtet wird. Da diese sich häufig außerhalb der Ortschaft befindet, schlafen die meisten Teilnehmer aus praktischen Gründen im mitgebrachten Zelt. So ergibt sich eine Zeltlagerromantik und in der Nacht braucht niemand angetrunken in ein Hotel zu fahren.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt

Überwiegend sind die Motorradtreffen bestens durchorganisiert. Im Einfahrtsbereich des Geländes sorgen Ordner dafür, dass die Fahrzeuge ordnungsgemäß abgestellt werden. Normalerweise wird ein kleines Eintrittsgeld erhoben.

Für das Essen und die Getränke legt die Gruppe Geld zusammen. Ist der Betrag verzehrt wird neu gesammelt. Wer keinen Alkohol trinkt, zahlt nicht nochmals. Die ganze Gemeinschaft sitzt an langen Tischreihen gemütlich beisammen und lässt es sich in angenehmer Atmosphäre schmecken. Gekocht wurde von den Helfern der Organisatoren. Sehr selten kommt es zu unangenehmen Zwischenfällen durch Betrunkene und wenn werden diese durch das Ordnungspersonal im Keim unterbunden.

Musik darf nicht fehlen

Auf einer eigens errichteten Bühne geben eine oder mehrere Gruppen eine Kostprobe ihres Könnens ab. Je fortgeschrittener der Abend und der Alkoholkonsum, umso mehr Freaks begeben sich auf die Bühne um aus voller Kehle mitzusingen. Das heizt die Stimmung gewaltig an, auch die breite Masse an den Tischen „grölt“ fleißig mit. Ganz aus dem Häuschen geraten die Jungs, wenn einige Mädels die Bühne stürmen und in ekstatischen Zuckungen Tanzeinlagen aufs „Parkett“ legen.

Die schönsten Motorräder werden prämiert

Der absolute Höhepunkt des Motorradtreffens ist die Prämierung der Maschinen. Wer möchte, kann sich für den Wettbewerb anmelden. Prämiert werden unterschiedliche Kategorien. Da wären: Chopper, Tourenmaschinen, Cruiser, Sportmaschinen, Enduros und in Thailand kein Problem, die Eigenbauten. Der TÜV in Deutschland hätte seine Freude, diese Maschinen sofort aus dem Verkehr zu ziehen.

Einer besonderen Gattung gehören die Fahrer der alten, originalen Vespas an. Die kleinen Maschinen wurden mit viel Liebe zum Detail restauriert und sind in einem erstaunlich guten Zustand. Bei den Bikern finden sie viel Zuspruch und Beachtung, stammen sie doch aus einer anderen Zeit.

Ausgezeichnet werden die drei schönsten Motorräder jeder Kategorie. Die stolzen Besitzer erhalten einen Pokal und manchmal zusätzlich einen Geldpreis. Wer die nötige Bettschwere hat, verzieht sich in sein Zelt, teilweise machen die wirklich „harten Jungs“ durch bis der Morgen graut.

Ich besuchte einige dieser Motorradtreffen auf dem Land und hatte dort wesentlich mehr Vergnügen als bei den renommierten Meetings. Ich wurde dort auch als Farang akzeptiert. Motorradfahren verbindet weltweit. Eingefleischte Motorradfreaks sollten solch ein Treffen einmal besuchen, ihr werdet voll auf eure Kosten kommen.

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