Scheidung von der Thai Frau

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Sicherlich ist es nicht wünschenswert sich von seiner Thai Frau scheiden zu lassen. Aber die Umstände können eine Scheidung notwendig machen. Außer der menschlichen Enttäuschung, bringt eine Scheidung des öfteren auch Unannehmlichkeiten mit sich. Streitigkeiten um Land, Haus und andere Besitztümer und selbstverständlich den erwarteten Unterhalt für die Frau. Bei der Scheidung von einer Thai Frau kommt es darauf an, wo die Ehe geschlossen wurde.

Wurde die Ehe in Thailand geschlossen, ist die Scheidung von der Thai Frau recht unkompliziert. Ehen werden auf der Amphoe (Bezirksamt) geschieden. Beide Partner müssen zum vorher vereinbarten Termin erscheinen. Die Kosten betragen zur Zeit 80,- Baht. Diese Art der Scheidung wird in Deutschland nicht anerkannt, wenn die Ehe auch nach deutschem Recht geschlossen wurde. Eine andere Möglichkeit wäre bei einem Gericht in Thailand die Scheidungsklage einzureichen. Bedingungen für die Annahme der Klage sind zum Beispiel eine zerrüttete Ehe, böswilliges Verlassen des Partners, oder körperliche Gewalt.

Das Scheidungsrecht bei binationalen Ehen ist kompliziert

Sind beide Partner mit der Scheidung einverstanden, kann diese über einen Einigungsvertrag erreicht werden. Scheidungen die in Thailand vollzogen wurden, müssen in Deutschland durch die Justizverwaltung ihres Bundeslandes anerkannt werden. Die von dem thailändischen Gericht ausgestellten Dokumente müssen hierzu in die deutsche Sprache übersetzt und beglaubigt werden.

Ehen zwischen einem Deutschen und einer Thailänderin können in Deutschland jederzeit geschieden werden, egal wo die Ehe geschlossen wurde. Dabei gilt selbstverständlich deutsches Recht. Dies bedeutet, die Ehepartner müssen ein Jahr getrennt leben, erst dann kann die Scheidungsklage eingereicht werden. Stimmt ein Partner der Scheidung nicht zu, liegt die Beweisführung dass die Ehe zerrüttet ist bei dem anderen Partner. Das Amtsgericht in Berlin ist zuständig für Scheidungen bei denen die Ehepartner schon längere Zeit in Thailand leben. Das Scheidungsrecht bei binationalen Ehen ist ziemlich kompliziert. Um sich Kosten und Zeit zu ersparen, ist es empfehlenswert, einen auf Scheidungsrecht spezialisierten Anwalt zu konsultieren.

1 Kommentar

  1. Guter Artikel!

    Allerdings: “ auch nach deutschem Recht geschlossen wurde.“ ist etwas missverständlich!
    Hier würde ich schreiben: „… in Deutschland registriert wurde.“ Was ja z. B. erforderlich ist, damit die Frau ein Visum für Deutschland bekommt, Arbeitserlaubnis etc. in Deutschland.
    Denn in Deutschland müssen Ehen stets durch ein Gerichtsurteil geschieden werden.

    Im Falle eines Auswanderers, der in Thailand heiratet (egal, ob rein standesamtlich oder auch zusätzlich nach buddhistischem Ritual – worauf aber fast jede Thai-Frau und -Familie bestehen wird) sieht es anders aus: Die deutschen Behörden erfahren von so einer Hochzeit ja nichts, so dass der Mann in Deutschland als unverheiratet gilt.
    Sollte wirklich eine Scheidung nötig sein, reicht in diesem Fall, zusammen zum Bezirksamt zu gehen und gemeinsam die Scheidung einzureichen.

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