Solidarität in Thailand?

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Thais sind absolute Individualisten, obwohl die Familie nach außen hin immer in den Vordergrund gestellt wird. Das wird dem Touristen der nur wenige Wochen im Land ist nicht einmal auffallen, er sieht nur die immer lächelnden, freundlichen Thais.

Sobald es um die Finanzen geht, hört bei den Thais die Solidarität auf. Das wird in allen Gesellschaftsschichten sichtbar. In Thailand herrscht mangelnde Solidarität. Sicherlich helfen sie sich untereinander, wenn jemand in der Familie in Not gerät. Sie sehen das aber eher als lästige Verpflichtung an und werden irgendwann und sei es nach Jahren eine Gegenleistung einfordern.

Thais halten sich an keine Regeln

In Thailand sind die Menschen wenn man sie genau beobachtet wenig rücksichtsvoll. Das fängt im Straßenverkehr an, jeder fährt wie es ihm gerade passt, ohne sich an jegliche Regeln zu halten. Vordrängeln an der Kasse in Läden, am Schalter in der Bank und beim Besteigen der Busse sind für die Thais normal. Erst sie dann der Rest der Welt.

Von Solidarität keine Spur. Seit Jahren wird dem Konsum und dem Geld alles untergeordnet, nicht zuletzt die eigene Familie. Schuld sind die Medien, die den Thais vermitteln wollen, Kommerz sei der einzige Weg zum Glück. Thailand wird immer mehr vom Egoismus geprägt, die früher vorhandene Solidarität der Menschen bleibt auf der Strecke.

Thailand ist im Wandel begriffen

Vor 20 Jahren sah das anders aus. Die Thais waren gastfreundlicher, hilfsbereiter und die finanziellen Interessen standen nicht so sehr im Vordergrund.

Mangelnde Bildung macht es den Regierenden leicht die breite Masse in die von ihnen gewünschte Richtung zu steuern.

Selbst die Religion, der Buddhismus, wird so ausgelegt, wie es der einzelne gerade braucht. Die traditionellen Werte und Moralvorstellungen bleiben zugunsten des schnöden Mammons auf der Strecke, sind im Wandel begriffen. Von Solidarität in der Bevölkerung kann in Thailand keine Rede mehr sein. Jeder ist sich selbst der nächste.

Bis demnächst euer

Herby

9 Kommentare

  1. Herbie, wir wissen doch alle dass in diesen Land nur die Kohle zaehlt. Die verkommene Moral hier ist doch nur mehr ekelerregend. Was hat dich bewogen endlich die traurige Wahrheit zu verkuenden?
    Haben es die Thais uebertrieben mit ihrer Gastfreundlichkeit?? smile
    lg aus korat

    • Hallo Uli,
      sicherlich ist mir das nicht erst gestern bewusst geworden, aber mir war es einfach mal ein Bedürfnis mir das von der Seele zu schreiben. 🙂
      Lieben Gruß
      Herby

  2. Richtig Herbert so sehe und erlebe ich das auch. Obwohl ich erst zwei Jahre hier lebe kann ich mich Dir nur anschliessen. Ist allerdings ein Farang im Spiel wird sehr wohl auf Solidarität gepocht.

    • Wir Farangs sollen und müssen für alles Verständnis aufbringen. Von unseren „Gastgebern“ kommt allerdings nur wenig zurück.

  3. 100 % richtig. Ich beobachte das aber auch hier in Deutschland bei hier lebenden Thais. Wer an Gefühle glaubt, wird sehr schnell auf die Schnauze fallen. Es gibt nur zwei Möglichkeiten, entweder sofortige Trennung oder Arrangement sprich gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Für beide Verhaltensweisen gibt’s allerdings gute Gründe. Ob das so viel vor 20 Jahren anders war? Ich habe meine Zweifel. Die Erinnerung verschönt.

    • Es mag schon sein dass die Erinnerung an vergangene Zeiten manches verklärt, in einem besseren Licht erscheinen lässt. Aber ich denke vor 20 Jahren war es nicht ganz so krass wie in der heutigen Zeit.

  4. Alfred Gruetzner on

    Einige dieser Kommentatoren äussern sich schon sehr merkwürdig. Als Auswanderungswillige haben sie Thailand als das Land ihrer Träume ausgewählt und sind offenbar alles andere als glücklich hier, weil sie mit dem Verhalten der Thais nicht zurechtkommen. Ihr Leben wird hier eher zur Last, statt zur Lust. Das muss doch nicht sein! Warum also im Gastland Sitten, Gebräuche und Mentalitäten fordern, die den Vorstellungen von uns Forangs entsprechen? Weltweit gilt doch: Menschen hinnehmen, wie sie sind und nicht, wie sie sein sollten. Auch in Thailand.
    Solidarität! Wie inflationär wird sie heutzutage doch vom Gutmenschentum gefordert! . Wie bei allen Menschen dieser Welt, ist Solidarität gegenüber Aussenstehenden nicht immer spontan, oft zurückhaltend, oder abweisend, besonders wenn es um die eigene Kasse geht, oder wenn grosse Umtriebe damit verbunden sind, oder wenn Sympathien fehlen. Auch bei den Thais. Aber die Thais spenden landesweit Milliarden in Form von Tambun. Bei Hochzeiten und Trauerfeiern landen jeweils eine Fülle von Kuverts mit Barem darin auf dem Gabentisch. Und das ist schliesslich auch ein Zeichen von Solidarität.

  5. Da habe ich ja Glück das ich in einem Land lebe das die Solidarität erfunden hat…
    Jedes Land hat seine eigenen Regeln.Und wer sich darüber beschwert ist – mit Verlaub – selbst schuld.
    Jeder ist wenn er ein fremdes Land besucht tst erstmal Gast und das ändert sich für lange Zeit nicht..
    Nicht die Thai müssen sich uns anpassen sonder wir den Thai.
    Ich fliege diese Woche nach Pattaya und lasse mich überraschen.Und ich vermure mal das es was ganz anderes ist als wie z.B. in Spanien.
    Allerdings gilt in jedem Land, sei freundlich und nett zu den Einheimischen und man kommt ganz sicher auch in Thailand weiter.

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