Ständig Ärger auf Phuket

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Restaurant- und Hotelbesitzer sowie Dienstleister auf Phuket sind beunruhigt. Der Ärger dem Touristen ständig ausgesetzt sind führte bereits in der letzten Nebensaison zu einem dramatischen Rückgang der Besucherzahlen. Auch die Hauptsaison blieb hinter den Erwartungen zurück. Urlauber fühlen sich auf Phuket nicht mehr sicher.

Ausflüge mit einem Boot aufs offene Meer hinaus und beim Schnorcheln die Unterwasserwelt beobachten. Wer träumt nicht davon.

Ausflüge mit einem Boot aufs offene Meer hinaus und beim Schnorcheln die Unterwasserwelt beobachten. Wer träumt nicht davon.

Europäische Besucher weichen auf andere Urlaubsorte aus und Chinesen, die sich nicht abschrecken lassen, haben ein vollkommen anderes Konsumverhalten. Außerdem ist ihre Verweildauer auf der ehemals beliebtesten Insel in Thailand wesentlich kürzer als die der Europäer.

Schon vor der letzten Hauptsaison bliesen die Hoteliers und andere Dienstleister zur Attacke und unterboten sich gegenseitig mit Dumpingpreisen. Argwöhnisch beobachteten sie die Konkurrenz, waren bestens über deren Preisniveau informiert. Das dies zu Lasten der Serviceleistungen gehen musste leuchtet ein.

Personal wurde zu deren Leidwesen entlassen, das wiederum führte bei den Entlassenen zu verständlichem Unmut. Darunter leidet die gesamte Stimmung der Inselbewohner.

Die Tuk Tuk Fahrer lernen es scheinbar nie

Immer wieder sorgen die Tuk Tuk Fahrer auf Phuket für negative Schlagzeilen und nicht nur die. Die Umsätze gehen zurück, also ist jedes Mittel recht, Kunden an Land zu ziehen. Ob Souvenirverkäufer, Bar Girls, oder die besonders aggressiven indischen Schneider, sie versuchen den Touristen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Die übelsten sind nach wie vor die Tuk Tuk Fahrer. Die Standplätze werden von der „Unterwelt“ vergeben, natürlich gegen entsprechende Zahlungen an die Organisation. Offiziell wird das natürlich bestritten.

Den Touristen gegenüber schlagen sie einen rüden Ton an und reagieren äußerst aggressiv, wenn ihre Angebote abgelehnt werden.

Die Zahl der deutschen Urlauber geht seit Jahren zurück. Sicherlich spielen da auch der schlechte Wechselkurs und die generelle Verschmutzung auf der Insel eine wesentliche Rolle.

Neben den Tuk Tuk Fahrern sind wie schon mehrfach erwähnt, die Jet Ski Vermieter das größte Übel. Sie beanstanden Schäden an den Geräten, die vorher schon vorhanden waren und bitten den Kunden zur Kasse. Um Ruhe zu haben, wird meistens gezahlt.

Selbst vor Körperverletzung schrecken sie nicht zurück

Bereits vor einigen Jahren wurde der Deutsche Kurt Trotnow Opfer eines Tuk Tuk „Raubritters“. Er handelte mit dem Fahrer für eine Strecke von circa 900 Metern einen Preis von 100,- Baht aus, was an sich schon ein unverschämter Preis war.

Der Fahrer verlangte am Zielort den doppelten Preis. Als der Deutsche sich weigerte den geforderten Betrag zu zahlen, wurde er von dem Tuk Tuk Fahrer brutal zusammengeschlagen. Nach Wochen erwachte Kurt Trotnow aus dem Koma. Konkurrenz wie Taxen oder Motor Bike Taxis werden von dem Tuk Tuk „Syndikat“ gnadenlos ausgeschaltet.

Wer hinter dieser Organisation steht, wagt keiner offen auszusprechen. Es sind einflussreiche Familien, die Polizei und andere Behörden involviert, so ist es besser nichts zu wissen, um sich Ärger zu ersparen. Sich beschweren, oder gar vor Gericht zu ziehen, bringt nichts, höchstens Unannehmlichkeiten für einen selber. So etwas spricht sich natürlich rum  und die Touristen, die ihren Jahresurlaub sonst auf Phuket verbrachten, weichen wegen der Tuk Tuk Fahrer auf andere Urlaubsorte aus.

Falls ihr euch entschließen solltet euren Urlaub doch auf Phuket zu verbringen, findet ihr bei Phuketastic detaillierte und nützliche Informationen.

Vorsicht bei Taxifahrten auf Phuket

Auch die Taxifahrer wenden mafiöse Methoden an.  Verschiedene „Berufsgruppen“ werden sicherlich  nie begreifen, dass nur ein zufriedener Urlauber auch gerne wieder kommt. Durch ihr Verhalten vergraulen diese „Berufsstände“ ständig mehr Feriengäste.

Zurück zu den Taxifahrten. Die Fahrer weigern sich oft, selbst auf Verlangen der Fahrgäste, das Taxameter einzuschalten. Proteste der Fahrgäste helfen da wenig.

Am Zielort angekommen, wird der Tourist dann kräftig zur Kasse gebeten. Verweigert er die überhöhte Forderung, wird er unter Umständen massiv bedroht. Kein Einzelfall! Schon vor Antritt der Fahrt wird er von Schleppern bedrängt, die natürlich bei der Abzocke mitverdienen und das nicht zu knapp.

Fragen nach einem günstigen Hotel oder preiswerten Einkaufsmöglichkeiten werden geflissentlich ignoriert. Der Fahrer hat seine festen Adressen, bei denen er selbstverständlich auch abkassiert. Taxifahrten entwickeln sich zu einem Horrorszenario.

Die drastisch überhöhten Fahrpreise werden mit den fadenscheinigsten Ausreden entschuldigt. Zur Zeit sind viele Touristen auf der Insel, es findet ein Kongress statt. Natürlich alles Unsinn! Der Gipfel allerdings ist: Die Taxifahrer behaupten, es gäbe keine fest geregelten Fahrpreise auf Phuket. Der Preis sei Ermessenssache des jeweiligen Fahrers. Wieder einmal Unsinn! Wo kämen wir dahin?

Eine Taxifahrt nach Patong sollte nicht mehr als 1500,- Baht kosten. Der Kamala Beach befindet sich etwa zehn Minuten von Patong entfernt. Fahrtkosten etwa 1800,- Baht. Die Fahrt nach Phuket selber schlägt mit circa 1000,- Baht zu Buche. Ausgangspunkt für alle Fahrten ist der Tiefseehafen auf der Ferieninsel.

Viel Spaß beim Aushandeln der Fahrpreise. 🙂

Bis demnächst euer

Herby

3 Kommentare

  1. Wolfgang Hieronimi on

    Hallo Herbert,
    Du hast „den Nagel auf den Kopf getroffen“. Aber Phuket ist leider an vielen Stellen Thailands. Aehnliches erleben Urlauber immer wieder in Bangkok. Bei den Jet Ski Vermietern hat die „Krankheit“ schon lange Pattaya erreicht. Die Krake „Mafia“ reicht mit ihren Armen in viele einflussreiche Strukturen. Daher kann sie ihr Unwesen unbehelligt treiben – trotz gegenteiliger Versicherung offizieller Stellen.
    Es ist noch nicht lange her, dass der Chines. Botschafter in Thailand auf einer Pressekonferenz auf Phuket die Polizei der Insel als korrupt bezeichnete. Konsequenzen hat diese Aeusserung nicht gehabt. Man werkelt wie in alten Zeiten!!!
    Dank der Berichterstattung in den Medien ziehen mehr und mehr westliche Touristen die Konsequenzen, zum Leidwesen der ehrlichen Inselbewohner. Schade eigentlich, denn die Insel Phuket, wo ich einmal 1990 einen 6-woechigen Urlaub verlebte, ist eine Reise wert.

  2. Eugen Müller on

    Seit ca. 20 Jahren komme ich nach Phuket. Früher für 2-3 Wochen, jetzt 8-10 Monate seit ich pensioniert bin. Vor ca. 10 Jahren habe ich auf den „Tuk Tuk – Service“ verzichtet, weil die Fahrer schon damals angefangen haben unfreundlich und teuer zu werden. Ich habe auf Taxi gewechselt, es war nicht billiger aber komfortabler und die Fahrer waren freundlich. Jetzt fangen auch die Taxi an unverschämt zu werden. Am Flughafen in Phuket habe ich wie gewohnt ein Ticket fürs Taxi nach Patong für 800 Baht gekauft. Im Taxi wurde dann ein weiterer Fahrgast der ebenfalls 800 Baht bezahlt hatte dazugesetzt. Über eine Preisreduktion diskutierte der Fahrer nicht! Auch Freunde von mir haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Seitdem fahre ich auch sehr wenig Taxi, ich gehe zu Fuss, was erst noch gesünder ist! Das erste Mal nach Thailand buchte ich in einem Reisebüro, obligatorisch war da auch das Weihnachtessen und das Silvesteressen 120/150.- Sfr. (vor 20 Jahren). Es sind also nicht nur Thais die uns abkassieren, es war übrigens auch das letzte Mal das ich ein Reisebüro beauftragte. Jetzt bin ich die meiste Zeit im Isaan, hier sind die Mensche freundlich und zufrieden und ziehen mich nicht über den Tisch (oder nur ein wenig,so das es nicht ins Gewicht fällt). Ich lebe gerne hier!

  3. Hans-Joachim Rust on

    Hans-Joachim Rust

    Hallo Eugen,

    ich kann es bestätigen, im Isaan lebt es sich wesentlich angenehmer als in den einschlägigen ehemaligen Touristenhochburgen…, der Isaan wird von einigen Medien als Armutsregion bezeichnet, ich kann dies keinesfalls bestätigen, die meisten Thais in meinem Ort (Nähe Udon) besitzen eigene Grundstücke und Wohnhäuser, Reisfelder, betreiben Kautschukanbau und Zuckerrohranbau, in diesem kleinem Ort ist eine Bushaltestelle eingespart worden, weil weil es sich für das Busunternehmen nicht lohnte, hierher einen Umweg zu machen und zu halten, fast alle Familien hier besitzen fahrbare Untersätze wie Pick Up’s, PKW’s oder Motoräder, ich komme gut klar mit den Anwohnern, Probleme gibt es allerdings mit der Erledigung von Bauaufträgen…..,
    als Rentner besitze ich ein Jahresvisum, die Familienmitglieder meiner Thai- Lebenspartnerin sind sehr gastfreundlich, zumal ich nicht allzusehr finanziell bemittelt bin……, der kleine Ort hier ist im Gegensatz zu anderen Orten, die ich besucht habe, sehr sauber, breite übersichtliche Straßen usw…., mit Unterbrechungen lebe ich jetzt ca. 5 Jahre hier, habe Thailand seit ca. 10 Jahren (mit Unterbrechungen) besucht, anders als in Bangkok oder auf Phuket wird das Ticket hier für einen Tempelbesuch oder Museum für Farrang’s sowie für Thais zu gleichen Konditionen verkauft, heute gehen wir zur Molam- Veranstaltung im hiesigem Wat, Eintritt frei, allerdings kann auf freiwilliger Basis jeder etwas abgegeben, eine riesige Variete – Veranstaltung von abens 21:00 bis morgens 06:00 Uhr, ausgerichtet und bezahlt vom hier ansässigen Tessaban Unternehmen.

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