Status der Frauen in Thailand

4

Ein sicherlich heikles Thema, der Status der Frauen in Thailand. Thailand ist mit Sicherheit patriarchalisch eingestellt, die meisten Männer sind die reinsten Machos. Obwohl sie also offiziell eine untergeordnete Rolle spielen, sind die thailändischen Frauen selbstbewusst, lassen sich nicht alles gefallen und die meisten Geschäfte werden von Frauen betrieben. Die Meinung vieler Auswanderer, die erwarten in Thailand eine anschmiegsame Siam Katze zu finden, die unterwürfig ist, sich unterordnet und sich ihm bedingungslos fügt, ist vollkommen falsch.

Durch den Buddhismus geprägt

Sicherlich passt sich die junge Generation dem westlichen Lebensstil immer mehr an, vor allem in den Großstädten. Trotzdem sind sie nach wie vor in ihren alten Traditionen und ihrer Kultur verwurzelt. Die Frau ist Mittelpunkt der Familie, zieht die Kinder groß und kümmert sich um die „Alten“  in der Familie. Frauen in gehobenen Stellungen, werden mit Respekt behandelt, sind aber gleichzeitig der Bevölkerung der unteren Schichten suspekt. Sie haben die konventionellen Wege verlassen. Der Status der Frauen in Thailand ist geprägt durch den Buddhismus. Frauen spielen auch da eine untergeordnete Rolle, sind nicht mit den Männern gleichgestellt. Sie dürfen zum Beispiel  Mönche nicht berühren, in Bussen nicht neben ihnen sitzen.

Die Frauenbewegung setzt sich für die Frauen ein

Laut dem thailändischen Gesetz, genießen Frauen und Männer die gleichen Rechte. Die Realität sieht anders aus. Für die gleiche Arbeit erhalten sie geringere Löhne, obwohl sie oft mehr leisten als die Männer. In den letzten Jahren hat die Frauenbewegung an Bedeutung gewonnen. Ihr Ziel ist es, den Status der Frauen in Thailand zu verbessern.

An einer Thai-Frau interessierte Auswanderer, sollten das berücksichtigen, sich der Frau gegenüber entsprechend verhalten. Sie mit Respekt behandeln und nicht wie seinen persönlichen Besitz, über den er nach Gutdünken verfügen kann. Die Frau wird das anerkennen und sich ihm gegenüber auch korrekt verhalten, versuchen ihm das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Es wird noch lange dauern, ehe sich der Status der Frauen in Thailand wirklich verbessert.

4 Kommentare

  1. Hannelore Grill on

    THAILAND – PARADIES FÜR MÄNNER
    Theravada buddhistische Mönche schütteln nicht Hände mit Frauen. Die Frau kann reich sein oder arm, sie kann eine Präsidentin sein oder eine Prostituierte, aber so lange sie eine Frau ist, wird sie als unrein und verführerisch mit einen Haufen schlechten Eigenschaften bezeichnet.

    Der Buddhismus und die buddhistischen Gemeinschaften in Thailand sind besonders hart zu Frauen. Beispiel: Eine Frau, die von ihrem Mann geschlagen wird, bekommt keine Hilfe von einem Mönch. Der Mönch selbst betrachtet die Frau als unrein und verführerisch, die ihm von seinem eigenen Leiden und von seiner eigenen Befreiung ablenkt. Die Standard Überzeugung ist, dass eine Frau als Frau geboren ist, weil sie schlechtes Karma hat. Das Beste was sie tun kann ist Geld in den Tempel zu spenden, damit sie eine Chance hat im nächsten Leben als ein Mann wiedergeboren zu werden.

    89 Prozent von dem was die Mönche essen, sind Spenden von Frauen. Es wird von den Frauen erwartet, dass sie dankbar sein soll, dass der Mönch es „akzeptiert von Ihrer Speise zu essen.“ Natürlich darf sie jedoch nicht mit ihm zusammen essen.

    Nach Rechnung von Nada Chansom, das Nationale „Institute of Development Administration“ in Thailand, bekommen 37.075 Tempel bundesweit zwischen 100 bis 120 Milliarden Baht in Spendengelder jedes Jahr. Die Abbots haben totale Kontrolle über dieses steuerfreie Tempel Geld.

    Es verwirrt mich sehr, wie die meisten Thai Frauen ihr hart verdientes Geld für den Bau von großen Tempel hergeben, nur um von den Mönchen gesagt zu bekommen, dass sie schmutzig und verführerisch sind, dass sie ein schlechtes Karma haben welches gereinigt werden muss, damit sie eine Chance haben als Mann im nächsten Leben wieder geboren zu werden, und dass sie sogar, während der Menstruation, gewisse Tempel nicht betreten dürfen.

    Obwohl viele Frauen ökonomisch selbständig sind und viel mehr arbeiten als Männer, sind sie von Kind an von der Buddhistischen Kultur und damit von der Hoch-Würde des Mannes überzeugt und lassen sich unterordnen.

    Fast 60 Prozent aller Thai Männer besuchen eine Prostituierte ständig. Der Buddhismus glaubt nicht an Liebe. Alle Objekte außerhalb des eigenen Ich`s werden als Einladung zum Leiden bezeichnet. Sex wird deshalb nur als ein Bedürfnis angesehen, wie zum Beispiel das vom Essen. Ungefähr 450.000 Thai Männer besuchen Prostituierte ständig.

    Der Buddhismus ist auch Schuld daran, dass arme Thai Frauen glauben, dass sie Ihre Eltern ökonomisch versorgen müssen um eine Chance zu haben als Mann wiedergeboren zu werden. Durch diese gute Tat, reinigen sie nämlich ihr schlechtes Karma. Da die meisten armen Frauen keine Arbeit finden, bleibt nur der einzige Ausweg sich zu prostituieren über. Die Brüder dieser Frauen hingegen spielen Mönche für 3 Monate, mit voller Bezahlung vom Arbeitgeber, und haben damit den Eltern mit einen besseren Karma für das nächste Leben geholfen.

    All dies nenne ich: rücksichtslose, gleichgültige, Empathie-lose und raffinierte Buddhistische Macho Kultur!

    • Wahnsinn! Eine männerhassende Radikalfeministin. 🙁
      Ich nehme das nicht ernst, was ich gerade gelesen habe.

      Für „Frauen“ wie sie sind Frauen, die sich anders verhalten, „unterwürfig“ – unter einem vermeintlichen „Patriachat“. (Also ob ein „Matriachat“ besser wäre. :-((( )

  2. „Der Buddhismus ist auch Schuld daran, dass arme Thai Frauen glauben, dass sie Ihre Eltern ökonomisch versorgen müssen um eine Chance zu haben als Mann wiedergeboren zu werden. Durch diese gute Tat, reinigen sie nämlich ihr schlechtes Karma. Da die meisten armen Frauen keine Arbeit finden, bleibt nur der einzige Ausweg sich zu prostituieren über. “

    Solche Unterstellungen grenzen ja schon an Bösartigkeit und entbehren auch jeder Faktenbasis.
    Ja, in TH obliegt es zumeist der jüngsten Tochter, sich um die Eltern zu kümmern. Dafür erhält sie aber auch den Hauptteil des Erbe. In China, ebenfalls stark buddh. geprägt, ist es wieder umgekehrt. Dort hat der älteste Sohn die Rolle übernommen, sich um die Eltern zu kümmern.
    Und nein die Frauen in Thailand glauben nicht nur ihre Eltern versorgen zu müssen, sie müssen es auch faktisch, weil es bis HEUTE keine staatl. Rentenregelung gibt.
    Es geht hier auch überhaupt nicht um den Wiedergeborenen-HockusPockus, der im praktischen Leben eh eine untergeordnete Rolle spielt, sondern vielmehr um Respekt gegenüber den Eltern. Praktisch überall auf der Welt ist es an den Kindern die Versorgung ihrer Eltern im Alter zu übernehmen. Praktisch überall stößt dieses System jedoch immer mehr an seine Grenzen.

    Noch dümmer ist die Behauptung, dass alle armen Thaifrauen sich prostituieren müssen. Das ist völliger Quatsch. Thailand hat deutlich mehr arme Frauen als Prostituierte. Sie verbreiten dumme RTL-Klischees. Außerdem ist es langsam mal an der Zeit über das Grundproblem von Armutsprostitution zu reden. Das Grundproblem ist nämlich nicht Prostitution sondern Armut. Im Übrigen ist die Rate der Puffgänger im christl. DE nicht niedriger als in TH.
    Es ist auch völliger Blödsinn, dass Thaimönche Frauen ständig eintrichtern, sie wären minderwertig. Das Berührungsverbot stammt eher von der Regel für den Mönch, enthaltsam zu leben. Die ursprüngliche Begründung ist zwar durchaus sexistisch, das gilt für das Christentum aber in viel größerem Maßstab. Ferner ist, was das Berühren betrifft, das öffentliche Zeigen von persönlicher Zuneigung in TH allgemein eher unüblich auch zwischen Ehepaaren selbst. Es ist ein privater Akt, der nicht an die Öffentlichkeit getragen wird. Das gilt aber auch umgekehrt für Streit, der immer vermieden wird, erst recht im öffentlichen Raum.

    Die Thais gehen mit dem Buddhismus recht locker um und im praktischen Leben spielt er eher eine untergeordnete Rolle. Hier überwiegt eher noch die schamanische Tradition (Geisterglaube, Horoskope, usw), vor allem im ländlichen Raum. Der Buddhismus in SO-Asien hat auch nie eine politische Rolle gespielt, sondern sich immer nur um seine ureigenen Aufgaben konzentriert, ganz im Gegensatz zur christlichen Kirchenelite, für deren Wohlergehen geraubt, geplündert und gemordet wurde. Ja die thailändischen Tempel leben von Spenden und sind steuerbefreit. Dafür dürfen Sie aber auch keine eigenen Steuern einziehen und eignen sich auch keine Anteile als dem allgemeinen Steueraufkommen des Staates an, wie das die christlichen Kirchen in DE machen. Ganz krude ist dann schließlich sogar noch ihre Bemerkung: “ Beispiel: Eine Frau, die von ihrem Mann geschlagen wird, bekommt keine Hilfe von einem Mönch.“ Wie soll der Mönch der Frau helfen? Hat er irgendwelche Exekutivbefugnisse? Außerdem, seit wann unterstützt der Buddhismus die Ausübung von Gewalt gegenüber anderen Lebewesen? Soviel D….h…t auf eine Fleck habe ich wirklich noch nie gesehen.

    • Fakt ist, dass weltweit (bezogen auf jeweils 100.000 Einwohnerinnen) die meisten Frauen als Prostituierte in Südkorea (!) arbeiten.
      Die vorherrschenden Religionen sind dort das Christentum und auch der Buddhismus.

      In Thailand sehe ich sehr viel, dass Frauen auf dem Bau arbeiten! Viel mehr als in Deutschland – auch in China gibt es sehr viele Frauen auf Baustellen! Ich halte Frauen in Thailand viel mehr als gleichberechtigt als Frauen in Deutschland.

Leave A Reply