Thais zum Nachbarn haben

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Über die Wahl des richtigen Wohnorts wurde an dieser Stelle schon ausführlich geschrieben. Genauso wichtig ist es, im Ort seiner Wahl den richtigen Platz für seine Wohnung oder sein Haus zu finden. Die Lebensweise der Thais unterscheidet sich nun einmal grundlegend von unserer, Rücksichtnahme auf die Nachbarn kennen sie nicht. Es ist nichts dagegen einzuwenden den Kontakt zu den Einheimischen zu suchen, im Gegenteil sie sind schließlich unsere Gastgeber. Aber in ein Appartementhaus oder ein Village zu ziehen, in dem ausschließlich Thais leben,will vorher gut überlegt sein.

Keine Nachtruhe wegen Krach

Thais feiern bei jeder Gelegenheit, meist fließt der Alkohol in Strömen, die Musikanlage oder der Karaoke-Automat laufen währenddessen auf voller Lautstärke. Thai Nachbarn stört das wenig, sie scheinen ein selektives Gehör zu haben, schalten die Ohren einfach auf Durchzug. So manchen Ausländer brachte dieser Krach nicht nur um die Nachtruhe, sondern auch auf die Palme. Letztendlich verließ er den Ort des „Grauens“ vollkommen genervt. Bei einer gemieteten Immobilie stellt das kein Problem dar. Wurde das Haus aber in eigener Regie gebaut, ist der finanzielle Verlust groß, vermieten lässt es sich so gut wie nicht. Thai-Mieter würden es in kürzester Zeit unterwohnen, kümmern sich nicht um die Unterhaltung.

Mit Schikanen muss gerechnet werden

Den Nachbarn kann wegen ihres Verhaltens kein Vorwurf gemacht werden. Sie sind es nicht anders gewohnt, feiern gehört zu ihrer Kultur ebenso, wie die regelmäßigen Tempel-Besuche. Für unser Streben nach einem ruhigen, beschaulichen Leben bringen sie wenig Verständnis auf. Die freilaufenden Hunde sind ein weiterer „Aufreger“ für den ohnehin schon gestressten Farang. Meist werden sie von den Eigentümern nicht gefüttert. Auf der Suche nach Nahrung stoßen sie die blauen Müllcontainer um, entsprechend sieht es in der Nachbarschaft aus.

Industriegebiet oder Gewerbegebiet was ist das? Wem es gerade in den Sinn kommt, eröffnet in unmittelbarer Nähe eine Auto- oder Motorradwerkstatt. Ständiges An- und Abfahren der Fahrzeuge sind die Folge. Motoren laufen lange Zeit im Leerlauf um dies und jenes zu checken, von den anderen Geräuschen gar nicht erst zu reden. Beschwerden oder Anzeigen bei der Polizei bringen nichts. Die Thais zahlen höchstens eine Geldbuße und sind höchst verärgert über den verständnislosen Ausländer. Es muss mit Schikanen der Nachbarn gerechnet werden. Deshalb ist es besser, auch hier im Vorfeld einige Male durch das „auserwählte“ Viertel zu fahren , um auszukundschaften wie die zukünftigen Thai-Nachbarn leben und sich verhalten. Thais sind wie sie sind, wir ändern sie bestimmt nicht.

7 Kommentare

  1. Robert Niedermeier on

    Wenn Piefke auswandert, oder: „Being german is sin“ #Moffen (Mehr fällt mir da echt zu ein, hätte ich Lust nach Thailand auszuwandern, würde ich darauf achten, dass Deutsche wie der Autor nicht in meiner Nachbarschaft zu finden sind.)

    • Wer sich mit den Gepflogenheiten eines Landes und der Mentalität der Einheimischen nicht auskennt, sollte mit destruktiver Kritik etwas vorsichtiger umgehen.

  2. Natürlich hat Admin zu 100% Recht. Ich komme seit 1972 nach Thailand, bin über 30 Jahre mit einer Thai verheiratet und lebe schon 16 Jahre im Isaan. Kann nur sagen genau so ist es. Herr Niedermeier hat absolut keine Ahnung.

  3. Ulrich Herzog on

    Ich kenne beide Wohnorte, den Isaan und meinen jetzigen in Rayong, die Unterschiede sind enorm. wohne alleinig in meinem Village als Ausländer und kann sagen, es ist ruhig, zwar gibt es Partys am Wochenende aber bei dezenter Lautstärke, die Thais gehen arbeiten, am Morgen auch keine lästige Musik wie im Isaan. Keine Kat kauenden alten Weiber, kein Lao Kao, durchweg normale Leute, aber Yellow Shirts keine Red-Shirts darunter.

  4. Peter Mahnke on

    Die Probleme habe ich nicht. Wohne auf einem Berg, das Dorf ist circa 500 Meter entfernt im Tal. Nächste Nachbarn sind ein Farang, 250 Meter entfernt und eine Familie circa 150 Meter entfernt. Kein Krach und auf die Thaipartys die mal angesagt sind, gehe ich ganz früh, vorher ist noch nicht so viel Alkohol geflossen und haue auch schnell wieder ab. Nur mal kurz Flagge zeigen. Die allmorgendliche Ansprache des Bürgermeisters wie er geträumt hat, schallt zu mir um circa 6.30 hoch und stört mich nicht, bin Frühaufsteher.

    • Hallo Peter,

      danke für deine Kommentare. Mit der Gesundheit hapert es leider noch immer. Aber es wird schon werden, „Gut Ding will Weile haben,“ wie der Volksmund sagt. 🙂

      Gruß
      Herbert

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