Tourismusbranche erlitt deutliche Einbußen

0

Bereits während der „High Season“ 2013 gingen die Besucherzahlen in Thailand deutlich zurück. Schuld daran waren die erneuten Demonstrationen in Bangkok. Der Zeitpunkt war günstig gewählt, um das Interesse der Weltöffentlichkeit auf Thailand zu lenken. Ohne Rücksicht auf die wirtschaftlichen Bedürfnisse des Landes zu nehmen, kochten die diversen politischen Gruppierungen ihr eigenes Süppchen. Machstreben und persönliche Bereicherung auf Kosten anderer waren für sie vorrangig.

Es ging sogar soweit, dass ein selbsternannter „Führer“ in aller Öffentlichkeit durch einen Helfer „Spendengelder“ in einer Plastiktüte sammeln ließ. Mit großen Scheinen wurde nicht gegeizt.

Das alles weckte nicht gerade das Vertrauen der potenziellen Touristen. Sie reagierten verunsichert und ängstlich auf die Nachrichten aus Thailand und verbrachten ihren Urlaub lieber in anderen Ländern.

2014 setzte sich der Trend fort

Bis Mitte dieses Jahres kamen erheblich weniger Touristen ins Land als im gleichen Zeitraum des Vorjahrs. Die Demonstrationen wurden durch den Militärputsch zwar beendet, dafür wurde eine Ausgangssperre verhängt. Urlauber möchten aber nicht bereits um 22.00 Uhr per Staatlicher Verordnung ins Bett geschickt werden.

In den meisten Touristenhochburgen wurde die Ausgangssperre indessen außer Kraft gesetzt. In den verbleibenden Orten soll sie ebenfalls in Kürze beendet werden. Ob das die Reisenden wirklich beruhigt ist fraglich. Zuviel geschah in der letzten Zeit und es besteht eine allgemeine Unsicherheit darüber, was die Zukunft bringt. Positiv zu bewerten ist: Das Militär ist sicherlich mehr oder weniger überall präsent, aber die Soldaten verhalten sich korrekt, werden kaum bemerkt.

Schon Ende des vorigen Jahres ging der Trend weg von Pattaya, Hua Hin und Phuket. Scheinbar fühlten sich die Urlauber im Landesinneren besser aufgehoben. In Chiang Mai, Nong Khai oder selbst in Buriram wurden wesentlich mehr Ausländer gesichtet als in den Vorjahren. Meiner Meinung nach wird sich diese Tendenz fortsetzen.

Die Tourismusbranche äußerte sich sehr besorgt über die Einbußen und erwartet für das laufende  Jahr wieder eine schlechte Hochsaison, falls sich die Situation im Land nicht stabilisiert.

Die Kleinen trifft es am ärgsten

Große Hotels und Unternehmen werden diese Periode wahrscheinlich wieder schadlos überstehen. Die Einbußen werden sie nicht ruinieren.

Bei den kleinen Restaurants, den Souvenirverkäufern und anderen Händlern sieht die Sache ernster aus. Von den zahlreichen Bars im Land ganz zu schweigen. Wer über keine ausreichenden Rücklagen verfügt, wird durch die Situation sicherlich gezwungen sein das Geschäft aufzugeben. Bereits jetzt wurden zahlreiche Hinweisschilder an Geschäften angebracht auf denen das Objekt zum Kauf oder zur Miete angeboten wird. Andere verkünden lapidar: Geschlossen.

Selbstverständlich sind auch die Angestellten betroffen. Die Kleinunternehmer reduzieren das Personal, um selber mit ihren Geschäften zu überleben. Eine höhere Arbeitslosigkeit und Unzufriedenheit in der Bevölkerung sind die Folge. Da bleibt nur allen Betroffenen viel Glück zu wünschen.

Leave A Reply