Über tausend Kurven in den Süden

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Geplant hatten meine Freunde und ich die Motorradtour schon seit längerer Zeit. Leider kam bei jedem von uns immer wieder etwas dazwischen und die Fahrt wurde verschoben. Endlich war es doch so weit. Da wir in den unterschiedlichsten Regionen Thailands leben, trafen wir uns in Chiang Mai.

Zehn Alt-Biker, die es noch einmal wissen wollten. Aber wir ließen alles ruhig angehen und die Straße der tausend Kurven hatte vorher noch keiner von uns befahren.

Die richtigen Packtaschen sind wichtig

Bei Fahrten mit meinen Chopper wirkte der Tankrucksack nicht störend, erfüllte seine Funktion.

Bei Fahrten mit meinen Chopper wirkte der Tankrucksack nicht störend, erfüllte seine Funktion.

Bei meinem Chopper war ich mit einem Tankrucksack auf meinen Touren gut bedient. Durch die aufrechte Sitzposition hatte ich keinen direkten Kontakt zu dem Rucksack und der Fahrtwind brachte noch ausreichend Kühlung.

Das änderte sich bei meiner Honda CBR 250 R drastisch. Die Sitzposition auf der kleineren Maschine ermöglichte keinen Abstand zu dem Tankrucksack und dieser erzeugte ständig einen leichten Druck auf meinem Brustkorb. Den empfand ich bei längeren Fahrten als sehr unangenehm. Von Kühlung durch den ohnehin warmen Luftstrom konnte außerdem keine Rede mehr sein. Die warme Luft des Motors vermischte sich mit dem Fahrtwind und wurde mir unter den Helm geblasen.

Abhilfe schuf ich durch den Kauf von Kunststoffkoffern, die problemlos und schnell mit entsprechenden Halterungen montiert werden können. (Siehe Bild oben) Laut Hersteller sind fünf Kilogramm Zuladung erlaubt, es sollte allerdings nicht schneller als 120 Kilometer gefahren werden. Das Fahrverhalten mit vollbepackten Koffern ist als sehr gut zu bezeichnen. Auch bei heftigem Wind oder Seitenwind bleibt die Honda in der Spur.

Für längere Touren legte ich mir noch eine absolut wasserdichte Tasche zu, die zusätzlich 20 Liter fasst. Diese ist ideal um Kleidung darin zu verstauen. Durch Gurte lässt sich der Inhalt der Tasche leicht komprimieren und mit ihnen wird die Packtasche gleichzeitig sicher an dem dafür vorgesehenen Halter befestigt.

Bei meinen zahlreichen Fahrten durch Thailand konnte ich selbst bei zügiger Fahrweise und maximaler Ausnutzung der Zuladung kein nachteiliges Fahrverhalten feststellen. Das Fahren mit diesen Gepäckstücken vermittelt mir ein wesentlich angenehmeres Fahrgefühl.

Von Chiang Mai nach Chiang Rai

Kurven sind das Salz in der Suppe für Motorradfahrer.

Kurven sind das Salz in der Suppe für Motorradfahrer.

Die erste Etappe führte uns von Chiang Mai nach Chiang Rai, das sind etwa 260 Kilometer, keine große Herausforderung. Es herrschte wenig Verkehr und die dicht bewachsenen Berge und Hügel mit ihrem satten grün, haben ihren Reiz. Bei diversen Stopps zum Betanken der Maschinen, oder zum Essen in einer der kleinen Garküchen, entpuppten sich die Einheimischen als äußerst freundlich. Preiswerte Unterkünfte fanden wir auf der gesamten Strecke ebenfalls.

Die Bergstrecke der tausend Kurven kann durchaus als anspruchsvoll bezeichnet werden. Sie lässt das Herz jedes Motorradfahrers höher schlagen, zumal in Thailand, wo die Straßen im allgemeinen wenig kurvenreich sind. Jemand scheint sich die Mühe gemacht zu haben und zählte die Kurven genau nach. Es sollen demnach 1865 sein. Wir schenkten uns das nochmalige zählen, genossen lieber die Fahrt.

Die Strecke wurde anspruchsvoller

In der reizvollen Landschaft macht das Fahren Spaß.

In der reizvollen Landschaft macht das Fahren Spaß.

Über Pai gelangten wir nach Mae-Hong-Son, dort übernachteten wir auch. Anderen Tags Frühstück um 7.00 Uhr, wir wollten die Kühle des Morgens nutzen. Die Grenzstadt zu Myanmar, Mae Sot, kannten die meisten von uns. Ein kurzer Tages-Trip in das sich zur Zeit rasend schnell verändernde Myanmar und ab in die Falle. (Bett) Keiner von uns wollte es zugeben, aber wir sind alle keine 30 mehr und die Fahrt geht schon in die Knochen.

Am nächsten Tag machten wir uns auf nach Kanchanaburi, der Ort ist bekannt durch die Brücke am River Kwai. Eine tolle Landschaft bot sich uns dar. Von Bergen durchzogenes Dschungelgebiet in einem saftigen grün breitete sich vor unseren Augen aus.

Auch ein wenig Party musste sein

Abends war zur Entspannung ausnahmsweise Party angesagt. Na ja, okay leicht übertrieben, wir genehmigten uns einige Bierchen. Über Tak gelangten wir am nächsten Tag nach Sukhothai, die Stadt wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Sehenswert sind die Ruinen und die riesigen Buddha-Statuen. Hua Hin und Chumphon im Süden Thailands gelegen, waren die nächsten Ziele.

Die Landschaft ist völlig anders als im Norden. Es gibt zahlreiche Obstplantagen, Reisfelder und die Einheimischen bauen nach wie vor Kokosnuss-Palmen an. Nach etwas weniger als 3000 Kilometern erreichten wir unser eigentliches Ziel Ban Krut, mit seinen herrlichen Stränden.

Hier ruhten wir uns eine volle Woche lang aus, ehe wir uns auf die Rückfahrt machten. Die Motorradtour über die Strasse der tausend Kurven in den Süden, ist anstrengend, wenn man in die Jahre gekommen ist. Aber keiner von uns möchte diese Fahrt missen wollen.

Den enthusiastischen Motorradfahrern unter euch rate ich diese kurvenreiche Strecke einmal zu befahren.

Bis demnächst euer

Herby

 

6 Kommentare

  1. Werner Freitag on

    Hallo Herby,
    sorry, aber der Beitrag ist etwas wirr! Von Chiang Mai nach Chiang Rai und dann ploetzlich nach Pai….??? Passt nicht!

    Ein etwas ausfuehrlicherer Bericht haette ev. den Kern besser getroffen.

    Wir kamen letzte Woche gerade von einer Motorradtour nach Laos zurueck, Chiang mai – Nan – Huay Kon – Sayabouri – Luang Prabang – Vang Vieng – Vientiane – Udon.
    Gruss
    Werner

    • Hallo Werner,

      es stimmt, Pai hätte nicht sein müssen, aber einige von uns wollten sich unbedingt die Elefantencamps ansehen und die Bergvölker besuchen.
      Übrigens danke für den Tipp, meine nächste Tour werde ich ausführlicher beschreiben.
      Eure Fahrt war mit Sicherheit ebenfalls ein Erlebnis. Nach Laos habe ich mich bisher mit dem Motorrad nicht getraut, da ich hörte dass es bei der Wiedereinreise nach Thailand Probleme von Seiten der Laoten geben könnte. Angeblich fordern sie einen relativ hohen Betrag um mit dem Fahrzeug wieder ausreisen zu können.

      Gruß
      Herbert

  2. Hallo Herbert,
    deine Schlussbemerkung kann ich da nur allen nochmals empfehlen. Ein wahres Eldorado für Kurvenfans. Ganz besonders eindrücklich war die Besichtigung des Mae Fa Luang Gardens und die Strasse nach Mae Sai entlang der Burmesischen Grenze, sowie Pai nach Mae Hong Son mit 1865 😄.
    War schon 2 mal mit dem Motorrad ab Chiang Mai unterwegs, je so an die 1800 km pro Tripp.
    Nun zu meiner Frage: Hast Du über die Streck ab Mae Hong Son eine genauere Karte oder ev. ein GPS Track der Route?
    Werde im Januar 17 wieder meine nächste Motottour starten ab Chiang Mai.

    Gruss
    Urs

    • Hallo Urs,

      besseres Kartenmaterial oder GPS Tracks habe ich auch nicht. Werde mich aber bemühen welche zu bekommen und melde mich dann bei dir, oder schreibe einen Artikel darüber. 🙂

      Gruß
      Herbert

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