Verzehr von Hundefleisch wieder beliebter

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In Europa wäre es undenkbar, dass unser geliebter Vierbeiner im Kochtopf, oder auf dem Grill landet. Ganz anders in Asien. Besonders in Thailand, Kambodscha, Laos, Vietnam und in den Philippinen, gilt Hundefleisch als Delikatesse.

In dem im Norden Thailands gelegenen Chiang Mai, stehen vor allem schwarze Hunde auf der Speisekarte. Der Verzehr des Hundefleischs soll den Menschen Kraft und Potenz verleihen.

Da der Handel illegal ist, findet der Verkauf von Hundefleisch im Verborgenen statt.

Da der Handel illegal ist, findet der Verkauf von Hundefleisch im Verborgenen statt.

Hoffentlich landen die kleinen Hundewelpen nicht auch in einem thailändischen Kochtopf oder auf einem Grill , wenn sie erst einmal ausgewachsen sind.

Hoffentlich landen die kleinen Hundewelpen nicht auch in einem thailändischen Kochtopf oder auf einem Grill , wenn sie erst einmal ausgewachsen sind.

Hunde bringen in Thailand Geld in die Kasse

Asiaten haben zu allem eine eigene Meinung. So sind sie auch nicht davon abzubringen, dass ihnen der Verzehr von Hundefleisch, weder Kraft, Stärke, oder Potenz verleiht. Sie glauben fest daran. Ob das Hundefleisch tatsächlich eine Delikatesse ist, sei dahingestellt. Nach Auskunft der Thais soll es ähnlich wie Rind schmecken.

Das Hundefleisch wird in schwarzen Tontöpfen gegart und mit den verschiedensten Gewürzen abgeschmeckt, besonders beliebt bei den Einheimischen sind Curry und Zitronengras. Die Gewürze sollen ihm auch den strengen Geruch nehmen.

Gegrillt ist es bei der Bevölkerung ebenfalls eine „kulinarische“ Bereicherung des Speiseplans. Angeboten werden diese „Leckerbissen“ in kleinen Straßenrestaurants oder Garküchen.

In Thailand wurde es zum Geschäft, Hunde zu fangen und über die Grenzen in die Nachbarländer zu schmuggeln. Das scheint sich zu lohnen, zu erwartende Strafen fallen niedrig aus. Die Höchststrafe für den Handel mit Hunden beträgt zwei Jahre Gefängnis, wird aber nur selten ausgesprochen. Ersatzweise wird oft eine Geldbuße  in Höhe von 50 000 Baht verhängt.

Die Hundehändler erzielen Preise von bis zu 1000 Baht pro Tier. Auf der vietnamesischen Seite werden noch wesentlich höhere Preise erzielt. Es wird weiter geschmuggelt, solange es Geld bringt. Bei den Gewinnspannen sind die Händler gerne bereit das Risiko einer Bestrafung einzugehen.

Wer weiß als unwissender Kunde schon ob er auf dem Markt nicht gerade Hundefleisch verkauft bekommt. Lieber nicht zerlegtes Geflügel kaufen, da weiß man was man hat.

Wer weiß als unwissender Kunde schon ob er auf dem Markt nicht gerade Hundefleisch verkauft bekommt. Lieber nicht zerlegtes Geflügel kaufen, da weiß man was man hat.

Offiziell ist Hundefleisch Tabu

Die ältere Generation der Thais war zeitweilig aus Not gezwungen Hundefleisch zu verzehren. Im ländlichen Isaan werden heute noch Rezepte an die jüngere Generation weitergegeben. Die Jugend hält allerdings nicht viel vom Verzehr von Hundefleisch, sie bevorzugt Fisch und Meeresfrüchte.

Oftmals werden die armen Tiere zu Tode gequält.  Bevor ihnen endgültig der Garaus gemacht wird müssen sie Schläge mit Eisen- oder Holzstangen über sich ergehen lassen. Besonders brutal ist es, wenn den Tieren im lebendigen Zustand die Haut abgezogen wird.

Während des Todeskampfs schütten sie Adrenalin aus, das soll den Geschmack verändern und die Wirkung des Aphrodisiakum verstärken.

Kein Thai wird zugeben Hundefleisch zu essen, oder jemals bewusst gegessen zu haben, es ist ein Tabu, man spricht nur hinter vorgehaltener Hand darüber.

Inzwischen ist die Regierung um das Ansehen Thailands im Ausland besorgt. Die inländische Presse machte die international tätigen Kollegen auf die Missstände aufmerksam. Immer wieder wird daher das Thema gerne von ausländischen Journalisten aufgegriffen.

Hunde werden in Thailand kaum geschützt

Die thailändische Presse ist schon vor langer Zeit auf diese Zustände aufmerksam geworden. Reporter filmten und fotografierten Hundetransporte, bei denen die armen Tiere übereinander gestapelt waren und sich in keinster Weise bewegen konnten.

Einige der Transporte konnten abgefangen und die Tiere befreit werden. Die Hunde wurden in entsprechenden Heimen untergebracht. Sicherlich sind 80 Prozent der Tiere vollkommen verhaltensgestört und zudem aggressiv geworden. Kein Wunder bei der Behandlung.

Es gibt nur eine nennenswerte Organisation, die sich der Hunde annimmt. „Care for Dogs“ ist in Chiang Mai ansässig und Karin Hawelka ist eine der Mitbegründerinnen. Sie engagiert sich für die Hunde und versucht sie an tierliebe Familien zu vermitteln.

Ortsvorsteher in den Dörfern versuchten durch Verbote den Verzehr und Handel mit dem Fleisch zu unterbinden. Sie erregten dadurch den Unmut der Hundefleisch liebenden Einwohner, die gingen auf die Barrikaden, wollen auf ihre „Delikatesse“ nicht verzichten.

Die Hundemafia ist straff organisiert

Versucht jemand die Tiere zu schützen oder gegen die Mafia vorzugehen, wird er sofort bedroht und unter Druck gesetzt. Die Mafia ist wie die Geldverleiher nicht zimperlich bei der Wahl ihrer Methoden.

Ihre Aufträge  erhält die Hundemafia von den Schlächtern im In- und Ausland (Vietnam ist einer der Hauptabnehmer). Die Händler wiederum beauftragen ihre Hundefänger, die von Dorf zu Dorf fahren, dort die streunenden Hunde einfach einfangen oder stehlen. In seltenen Fällen zahlen sie den Besitzern sogar zwischen 40 Baht und 70 Baht pro Hund.

Die Fänger transportieren die Tiere zu ihrem Auftraggeber und der wiederum beliefert unverzüglich seinen „Kunden“ um die Sterberate während des grausamen Transports möglichst gering zu halten. Gehen die Tiere ins benachbarte Ausland, sucht der Kunde sich die Besten aus, die restlichen, weniger kräftigen Tiere sind immer noch gut genug für die thailändischen Hundeschlächter.

Hoffentlich verliert der Verzehr von Hundefleisch schnell wieder an Popularität.

Bis demnächst euer

Herby

 

2 Kommentare

  1. bin froh wenn diese nutzlosen Strassenkoeter im Kochtopf landen.

    gibt noch immer viel zu viel von den scheiss Viechern hier

    • Hallo Josef,

      es gibt in der Tat zu viele Hunde die auf der Straße leben und um die sich keiner kümmert. Deswegen müssen sie aber nicht unbedingt im Kochtopf landen und schon gar nicht vorher noch gequält werden. Da sollte sich jemand an kompetenter Stelle einmal eine vernünftige Lösung einfallen lassen.

      Gruß
      Herbert

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