Von Nang Rong nach Chaiyapum

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Mein eigentliches Fahrtziel ist die Provinz Loei und ihr fragt euch sicher, was macht der verrückte Herby in Chaiyaphum. Kennt doch kaum einer.

Natürlich ist Chaiyaphum kein klassisches Reiseziel für Urlauber, es gilt eher noch als Geheimtipp für diejenigen, die auf den Trubel in Touristengebieten verzichten möchten. Ich mag diese relativ unbekannten Gegenden. Alles ist ursprünglicher, die einheimische Bevölkerung sehr freundlich.

Die Provinz Chaiyaphum liegt im Westen der Isaan-Region und kann vom etwa 350 Kilometer entfernten Bangkok bequem mit dem Bus erreicht werden.

Ein Großteil der Provinz wird von dicht bewaldeten Flächen bedeckt, die von kleinen Felsmassiven durchzogen sind. Die Natur ist sehenswert und bietet dem Touristen eine einmalige Tier- und Pflanzenwelt die ihresgleichen in Thailand sucht. In den Dschungelgebieten gibt es tolle Wasserfälle und mindestens einen der zahlreichen Nationalparks solltet ihr euch ansehen.

Die Fahrt nach Chaiyaphum

Verkaufstheke bei der Schweinezucht in der Nähe von Nang Rong.

Verkaufstheke bei der Schweinezucht in der Nähe von Nang Rong.

Los ging es am frühen Morgen auf der 24 in Richtung Nong Ki. Etwa 18 Kilometer hinter Nang Rong befindet sich eine Schweinezucht, in der auch selber geschlachtet wird. In der Nähe lebende Farangs, Wiederverkäufer und Restaurantbesitzer kaufen dort frisches Schweinefleisch ein. Es wird nicht wie auf den Märkten an einem offenen Stand angeboten, sondern das Fleisch wird gut gekühlt aufbewahrt. Sie verkaufen es etwas günstiger als zum offiziellen Tagespreis, und ist von sehr guter Qualität. Falls ihr euren Geburtstag einmal mit einem kleinen Spanferkel krönen möchtet, könnt ihr in der Schweinefarm eins bestellen. Es kostet allerdings circa 4000 Baht. Ein Problem dürfte es bei der Beschaffung eines Grills geben.

Gutes Essen, anheimelnde Atmosphäre das First Corner in Nong Ki.

Gutes Essen, anheimelnde Atmosphäre das First Corner in Nong Ki.

Nong Ki in der Provinz Buriram gelegen, bietet obwohl es sich in den letzten Jahren zu seinem Vorteil veränderte, ähnlich wie Nang Rong nichts Besonderes.

Empfehlenswert ist das Restaurant First Corner, betrieben wird es von Thais. Neben einer großen Auswahl an Kuchen bietet es Thai- und Western-Food an. Auch diverse recht exotische Biersorten wie das Leffe und das Hoegaarden befinden sich im Angebot. Besonders beliebt scheint das Lokal bei den thailändischen Bikern zu sein, jedenfalls sah ich öfter einige tolle Maschinen vor dem Lokal stehen. Aus Nang Rong kommend biegt ihr an der ersten Ampel in Nong Ki rechts ab. Nach etwa 500 Metern seht ihr auf der rechten Seite das First Corner.

Faszinierende Blütenpracht in Nong Bunmak

Die Blüten werden aufgepfropft.

Die Blüten werden aufgepfropft.

In der Nähe von Nong Bunmak gibt es etwas Außerordentliches zu sehen. Wunderschöne Pflanzen, deren Blüten in den unterschiedlichsten Farben blühen.

Erreicht wird diese Blütenpracht durch aufpfropfen. Kleine oder größere Baumstämme werden eingekerbt und Ableger der verschieden farbigen Blüten mittels Klebeband befestigt. Nach einer gewissen Zeit treiben die Ableger aus und wachsen im Stamm selber weiter. Kleinere Pflanzen gibt es bereits ab 200 Baht, nach oben hin sind fast keine Grenzen gesetzt. Im oberen Bild seht ihr das erfolgreiche Ergebnis der mühevollen Arbeit. Thais kommen von weit her um die Pflanzen zu kaufen.

Qualitativ hochwertiger Honig

Honig wird an der Straße direkt vermarktet.

Honig wird an der Straße direkt vermarktet.

Da die Blüten nicht nur schön anzusehen sind, sondern scheinbar auch den Bienenvölkern schmecken wird dort ebenfalls ein sehr guter Honig produziert. Verkauft wird direkt am Wegesrand, eine 0,75 Liter Flasche kostet je nach Qualität zwischen 150 Baht und 250 Baht. Lasst euch nichts weismachen, fordert ein Verkäufer mehr, geht einfach zum nächsten. Die Konkurrenz ist groß und das Geschäft läuft zurzeit nicht sonderlich gut.

In Chockchai finden viele Thais in der dort ansässigen Hühnerzucht einen gut bezahlten Job. Viel zu sehen gibt es in dem Ort nicht. Erwähnenswert ist noch das Restaurant des Österreichers Alfred. Er betreibt das Lokal bereits seit mehreren Jahren und bietet thailändische und europäische Gerichte an. Manche halten seine Preise für leicht überhöht, aber die Qualität der Gerichte und der Service sind gut. Auf der Hauptstraße Richtung Nong Ki befindet sich ein Hinweisschild.

Weiter ging es auf der 224 Richtung Korat. Auf dem Weg dorthin liegt der Zoo. Das große Hinweisschild ist nicht zu übersehen. Der Eingangsbereich hält meiner Meinung nach nicht mehr was er verspricht. Noch vor Jahren befand sich die Anlage in einem gepflegteren Zustand und der Tierbestand war wesentlich größer. Manche Tiere machen einen verwahrlosten Eindruck, viele Gehege stehen leer.

Der Eingangsbereich zum Zoo im Korat.

Der Eingangsbereich zum Zoo im Korat.

Eine Gedenkstätte für gefallene Soldaten?

Eine Gedenkstätte für gefallene Soldaten?

Bevor ihr den Zoo besucht solltet ihr euch eine Institution auf der linken Seite ansehen, an der noch fleißig gebaut wird. Leider ist alles nur auf Thai beschriftet. Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, handelt es sich dabei um eine Gedenkstätte für gefallene Soldaten. Die Läden und Restaurants waren bei meinem Besuch meist wieder geschlossen worden, es scheinen sich nur wenige Besucher dorthin zu verirren.

Töpferstadt im Korat

Töpferstadt kurz vor dem Korat.

Töpferstadt kurz vor dem Korat.

Wenn ihr schon einmal dabei seid, solltet ihr euch die Töpferstadt kurz vor der City des Korats nicht entgehen lassen. Verpassen könnt ihr sie nicht, sie liegt unmittelbar an der Hauptstraße. Die meisten Sachen sind ausgesprochener Kitsch, einiges ist aber durchaus sehenswert und für den täglichen Gebrauch verwendbar. Die Töpferei zählt zum Kunsthandwerk in der Region. Bis hierher war die Landschaft relativ reizlos. Vielleicht wirkt sie aber auf mich nur so, weil sie mir allzu vertraut ist. Sie wird bestimmt von Reisfeldern auf denen vereinzelt Bäume und Büsche wachsen. Manche bezeichnen sie als trostlos. Während der Regenzeit ändert sich das Gesamtbild, alles wird grüner und sieh weniger trist aus.

Weiter ging es über die 205, die 201 und zuletzt ein kurzes Stück über die 225 nach Chaiyaphum.

Auf der gesamten Strecke Reisfelder soweit das Auge reicht.

Auf der gesamten Strecke Reisfelder soweit das Auge reicht.

Ehrlich gesagt war ich froh, als ich Nakhon Ratchasima (Korat) hinter mir hatte. Der Berufsverkehr in der Stadt ist katastrophal gegen 8.00 am Morgen.

Auf der gesamten Strecke bis nach Chaiyaphum das gleiche Landschaftsbild. Kilometerweit Reisfelder, soweit das Auge reicht. Auch gab es nichts Sehenswertes zu entdecken. Einige bedeutungslose Tempel wie ihr sie in jedem Dorf findet säumten die Straße.

In fast allen Ortschaften fand ein Morgenmarkt statt und das unmittelbar an der Hauptstraße. Der Verkehrsfluss wurde dadurch behindert, dies störte die Thais aber wenig. Ein Markt bedeutet Sanuk. (Spaß)

Lobend möchte ich die außerordentlich guten Straßenverhältnisse erwähnen. Es gab fast keine Schlaglöcher und keine gravierenden Spurrillen. Da wurde einmal nicht beim Straßenbelag geschludert.

Ein Hotel war schnell gefunden und nun werde ich mich ein wenig in Caiyaphum umsehen. Allerdings nur in der näheren Umgebung da ich weiter nach Loei möchte. Mehr erfahrt ihr in einem meiner nächsten Artikel.

Bis demnächst euer

Herby

2 Kommentare

  1. Ein schöner Bericht, Herby, der mir einige gute Informationen für meine späteren Reise gibt!

    VG – Dietmar

  2. Peter Mahnke on

    Netter Bericht Herby. Bin gespannt auf den naechsten Bericht ueber die Provinz Loei und Nongkhei Gruss Peter

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