Wechselnde Visabestimmungen erschweren den Aufenthalt

0

Neue Visabestimmungen sind in Thailand schon seit Jahren im Gespräch. Bereits im November 2013 wurden bei der Einreise über Land und einem „Visa on Arrival“ wieder 30 Tage Aufenthaltsrecht im Land vergeben. Vorher wurden nur 15 Tage Aufenthalt bewilligt. Ab Januar dieses Jahres sollte bei der Einreise nach Thailand eine Steuer von 500,- Baht gezahlt werden. Allerdings nur an den Flughäfen. Die ständig wechselnden Visabestimmungen erschweren nicht nur den Aufenthalt für Touristen und Residenten, sie verärgern diese auch. Die Gründe für diese Änderungen sind für mich oft nicht nachvollziehbar.

Diese Regelung wurde im November 2013 geändert

Neue Visa-Regelung bei der Einreise über Land

Derjenige, der über Land nach Thailand einreiste, war mit dem „Visa on Arrival“ lediglich berechtigt sich 15 Tage im Land aufzuhalten. Die neue Visa-Regelung gewährt bei der Einreise auf dem Landweg aus einem der Nachbarländer den Aufenthalt für 30 Tage in Thailand. Damit setzte die Immigrations-Behörde praktisch wieder die alte Regelung in Kraft. Scheinbar sah die Behörde ein, dass die bei der Einreise erteilten 15 Tage ziemlich knapp bemessen waren.

Die neue Visa-Regelung ist seit Anfang November 2013 in Kraft, wie von der Immigrationsbehörde offiziell bestätigt wurde. Touristen die über Land aus Laos, Myanmar, Kambodscha oder Malaysia einreisen, erhalten eine Aufenthaltsgenehmigung von 30 Tagen, anstatt der vorher erteilten 15 Tage.

Die Regelung gilt bisher nur für die hier aufgeführten Staatsbürger aus: Frankreich, Japan, USA, Kanada, Deutschland, Italien und Großbritanien.

Auch die Österreicher und Schweizer erhalten bei der Einreise auf dem Landweg wie bisher lediglich die Genehmigung für einen 15 tägigen Aufenthalt in Thailand. Eine Begründung warum die meisten Nationen von der neuen Visa-Regelung ausgeschlossen sind, gab die Einwanderungsbehörde nicht an. Neu ist hingegen: Mehrfach Aus- und Einreisen nach Thailand, der sogenannte „Visa Run,“ sind ab diesem Monat nicht mehr möglich.

Die Einreisesteuer scheint vorerst vom Tisch zu sein

Touristen sollten eine Steuer bei der Einreise zahlen

Angeblich um das marode Gesundheitssystem zu finanzieren, sollten Touristen ab Januar 2014 bei der Einreise nach Thailand eine Steuer zahlen. Nach einer offiziellen Verlautbarung des ehemaligen Gesundheitsministers blieben die Krankenhäuser auf unbezahlten Rechnungen von Touristen sitzen. Um das Defizit auszugleichen, sollten Urlauber bei der Einreise nun eine Steuer von 500,- Baht entrichten.

Laut dem Ministerium war die Steuer bereits beschlossene Sache. Aber wie so oft haperte es mit der Realisierung. Es wurde damit gerechnet, dass Urlauber die Steuer am Flughafen erst ab Mitte Januar zu zahlen hätten. Die Höhe der nicht bezahlten Rechnungen in den Krankenhäusern soll pro Jahr knapp 17 Millionen Euro betragen. Eigentlich unvorstellbar, da doch die meisten Touristen in irgendeiner Form über eine Krankenversicherung verfügen. Die Steuerabgabe sollte nur auf den Flughäfen des Landes erhoben werden. Urlauber die auf dem Landweg eingereist wären, sollten 30,- Baht je Tag zahlen. Ein gutes Geschäft für den Staat. Bei 30 Tagen Aufenthalt wären 900,- Baht fällig gewesen.

Backpacker scheinbar unerwünscht

Die Einführung der neuen Steuer erweckte den Unwillen der Tourismus-Branche. Langfristig befürchtete sie einen gravierenden Rückgang der Thailand Besucher. Wieder einmal musste sich die ehemalige Regierung herbe Kritik gefallen lassen. Von ihr wurden einige Gesetze verabschiedet, die nicht gerade als Touristen freundlich angesehen werden konnten. Beispielsweise machte der damalige Gesundheitsminister kein Hehl daraus, dass er auf Backpacker keinen gesteigerten Wert legt. Die Steuer von 500,- Baht würde viele von ihnen abschrecken Thailand in Zukunft zu bereisen. Rucksacktouristen bringen eh kein Geld ins Land war seine Meinung. Diese Äußerung war mit Sicherheit nicht werbewirksam. Es hat sich scheinbar in Thailand noch nicht herumgesprochen, dass die Backpacker der neuen Generation zur besser verdienenden Bevölkerungsschicht zählt.  Thailand will mit aller Gewalt Qualitätstouristen ins Land holen. Wer aber über die nötigen Mittel verfügt, kann sich auch anderswo einen Urlaub leisten. Daran sollte eine neue Regierung einmal denken. Thailand ist zu einem großen Teil deshalb beliebt, weil es nach wie vor preiswert ist. Die geplante Steuer hätte dem mit Sicherheit Abbruch getan und Touristen von einer Reise abgehalten. Bisher wurde über die Einreisesteuer kein Wort mehr verloren.

Thailand macht Ernst mit den neuen Visabestimmungen

Diesmal wurde nicht nur geredet und geplant, die neuen Bestimmungen trafen alle vollkommen unvorbereitet. Mancher Resident der nur einmal kurz über die Grenze ging, um seinen „Visa Run“ hinter sich zu bringen, war überrascht als ihm die Einreise nach Thailand verweigert wurde. Ohne neues Visum ist eine Einreise nach Thailand nur möglich, wenn zwingende Gründe vorliegen und diese belegt werden können.

Was sich beim Visum im einzelnen ändert

Diese neuen Informationen sind mit Vorsicht zu genießen, da die thailändischen Beamten auf der Immigration einen großen Ermessensspielraum haben. An den Flughäfen in Thailand soll es bereits im Laufe des Jahres möglich sein mittels elektronischer Geräte Fingerabdrücke zu nehmen. Kriminellen soll dadurch die Möglichkeit genommen werden in Thailand unterzutauchen. Für einen Urlaub der nicht länger als 30 Tage dauert, ist das „Visa on Arrival“ ausreichend. Wer länger in Thailand verweilen möchte muss sich in einem der Nachbarländer ein Visum ausstellen lassen. Ob ein zwingender Grund ausreicht um nochmals 30 Tage bei der erneuten Einreise auf dem Landweg zu erhalten ist fraglich. Inhaber eines Retirement Visums oder Non Immigrant Visums sind auf der sicheren Seite, haben nichts zu befürchten. Auch mit einem Ausbildungs- oder einem Businessvisum entstehen keine Probleme. Einen Rückgang bei den Besucherzahlen befürchten die Verantwortlichen nicht. Thailand sei beliebt bei Urlaubern und Residenten, einen Grund das Land nicht mehr zu besuchen sei nicht gegeben.

Gründe für die neuen Bestimmungen

Die neuen Gesetze sollen nur unerwünschten Besuchern die Einreise und den Aufenthalt erschweren. Dazu zählen: Kriminelle, die oft mit dem „Visa on Arrival“ einreisten, sich aber nun ohne Visum und somit illegal in Thailand aufhalten würden. Viele würden per Haftbefehl gesucht, das rückte Thailand in ein falsches Licht. Auch von der Steuerfahndung gesuchte Personen stehen ganz oben auf der Liste. Das Augenmerk der Behörden richtet sich auf Asiaten die illegal im Land leben und arbeiten. Diese nähmen den Einheimischen die Arbeitsplätze weg. Es wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Einreiseformulare ordnungs- und wahrheitsgemäß ausgefüllt werden müssen. Zuwiderhandlungen können mit einem Einreiseverbot bestraft werden. Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass sich die Thais selber ins Abseits stellen. Keine Regierung zur Zeit, Unruhen in Bangkok und Pattaya und die erschwerten Bedingungen bei einen Aufenthalt wecken nicht gerade Vertrauen in das Land.

Leave A Reply