Welche Aufgaben haben Mönche?

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Das Leben der Mönche in Thailand ist vergleichbar mit dem Klosterleben der Priester in Deutschland. Für die Mönche beginnt der Tag bereits früh um 06.00 Uhr morgens. Eine Stunde Meditation steht auf dem Tagesprogramm. Während dieser inneren Einkehr versuchen sie ebenfalls ihre Kenntnisse über die Lehren Buddhas zu erweitern.

Am Vormittag widmen sich die Mönche dann ihren Aufgaben. Einige versorgen den meist Park ähnlichen Garten, ein anderer füttert die zahlreichen Hunde, die verantwortungslose Menschen aussetzten. Im Tempel finden sie ein neues Zuhause.

Jeder Mönch hat seinen Aufgabenbereich. Kurz vor Mittag wird nochmals meditiert. Gegen 12.00 Uhr wird zu Mittag gegessen, danach nehmen sie bis zum anderen Tag keine Nahrung mehr zu sich.

Mönche sammeln Opfergaben ein

Mönche in einem Tempel bei Chiang Mai.

Mönche in einem Tempel bei Chiang Mai.

Ihr Essen wird von der gläubigen Bevölkerung gespendet. Am frühen Morgen ziehen die Mönche durch die Straßen der Ortschaften und Städte, nehmen die Opfergaben entgegen. Andere Menschen bringen die Gaben direkt in den Tempel und verrichten gleichzeitig ihre Gebete. Die Übergabe der Opfer erfolgt in demütiger Haltung und mit einem respektvollen Wai. Mönche genießen ein hohes Ansehen bei der Bevölkerung.

Am Nachmittag wird wieder das Studium der Lehren Buddhas aufgenommen. Manche Wats (Tempel) bieten auch eine Art Lehrgang an. Sie unterweisen Interessierte in die Glaubenslehre oder bieten Meditationskurse an.

Mönche zelebrieren spezielle Feste

Eine wesentliche Aufgabe der Mönche ist es bei Trauerfeiern, Hauseinweihungen, Hochzeiten und Geburtstagen die entsprechende Zeremonie vorzunehmen. Auch an den buddhistischen Feiertagen nehmen sie ihre Pflichten wahr. Neujahr, Loy Kratong und Songkran sind die wichtigsten Feste des Jahres. Die Bevölkerung feiert ausgiebig, nimmt aber ebenfalls an den Zeremonien in den Tempeln teil.

Mönche gerieten in die Kritik

Tempel sind ein Teil der thailändischen Kultur.

Tempel sind ein Teil der thailändischen Kultur.

In Thailand enthalten sich die Mönche jeglicher Kritik an politischen Entscheidungen. Allerdings gerieten einige selber in die Kritik des öffentlichen Interesses. Sie nutzten die Spenden der Gläubigen um in Saus und Braus zu leben. Das widerspricht eindeutig der Lehre Buddhas.

Die Bevölkerung reagierte entsetzt. Mönche mit einem Laptop oder Handy sind keine Seltenheit mehr. Alkohol und Drogen hielten längst Einzug in die Tempel-Anlagen. Auch Frauen gegenüber sind die Mönche nicht abgeneigt.

Die thailändische Gesellschaft ist im Wandel begriffen, Die Zukunft der Mönche oder besser gesagt des gesamten Mönchstums ist sehr fraglich. Die Jugend steht dem Buddhismus skeptisch gegenüber, ist längst nicht mehr so gläubig wie ihre Eltern. Die Aufgaben der Mönche werden sich im Laufe der Jahre deutlich verringern, verlieren eigentlich ständig an Bedeutung.

Trotzdem ist aus kultureller Sicht ein Besuch der zahlreichen Tempel lohnenswert.

Bis demnächst euer

Herby

3 Kommentare

  1. Peter Friedrich Mahncke on

    Hallo Herby, kann Deinem Bericht voll zustimmen. Mittlerweile bei vielen Wats Schmarotzer, Anhaeufung von LUXUs etc. , aber das ist auch nicht anders bei den katholischen und evangelischen Kirchen in EUROPA und Weltweit.

    • Hallo Herby, ich denke, daß vor allem das Fernsehen einen großent Anteil am Niedergang der buddhistischen Kultur hat. Die permanenten Werbesendungen und Dokusoaps hinterlassen auf Dauer Wirkung. Kein Hinterfragen dieser Scheinwelt, die unerfüllbare Wünsche schürt und von wichtigen Fragen im Leben ablenkt. Gruß Tom

      • Hallo Tom,

        da ist mit Sicherheit etwas Wahres dran. Die Soaps vermitteln den Eindruck ein Großteil der Thais in den Städten führen ein luxuriöses Leben. Der Materialismus steht im Vordergrund, die inneren Werte der Menschen zählen nicht mehr. Mehr Schein als Sein.

        Gruß
        Herbert

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